Mädchen schreibt mit einem Stift auf einen Block

Kulturförderpreis 2026 vergeben


Das Gruppenfoto zeigt die Gewinner des Kulturförderpreises 2026 gemeinsam mit  Laudatoren, Jurymitgliedern, Landrätin Beilstein. Sie stehen in einem großen Halbkreis.

„In einer Zeit, die besonders von Schnelligkeit geprägt ist, sind es gerade die kulturellen Impulse, die uns wieder spürbar mit unserer Heimat verbinden.“ Mit diesen Worten eröffnete Landrätin Anke Beilstein die diesjährige Preisverleihung für den Kulturförderpreis des Landkreises Cochem-Zell. Bereits zum fünften Mal schrieb der Landkreis diesen Preis aus, um außergewöhnliches kulturelles Engagement in der Region zu würdigen. In einem feierlichen Rahmen in Cochem wurden nun die diesjährigen Preisträger prämiert.


Neben einer Urkunde und einer Laudatio erhielten die Gewinner ein Preisgeld, das von der Sparkasse Mittelmosel – Eifel Mosel Hunsrück, der Sparkassenstiftung des Landkreises sowie der Raiffeisenbank MEHR eG bereitgestellt wird. Die Jury des Kulturförderpreises, die aus Vertretern der Banken, der Kreisverwaltung Cochem-Zell sowie aus dem Kulturbereich besteht, hatte in einer Sitzung aus zahlreichen Bewerbungen die Gewinner ausgewählt.


Gewinnerfoto Jugendkulturförderpreis Ökumenisches Kindermusical

Das ökumenische Kindermusical des Pastoralen Raums Cochem-Zell erhielt als erster Preisträger seine Ehrung für den Gewinn des Jugendkulturförderpreises und ein Preisgeld von 1.000 Euro. Für das Projekt wird gemeinsam von Kindern und Erwachsenen alle zwei Jahre ein Musical geschrieben, eingeübt und samt selbst gebauter Requisiten aufgeführt. Eric Westerheide, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelmosel – Eifel Mosel Hunsrück und Jurymitglied, lobte in seiner Laudatio: „Die Initiatoren geben den Kindern die Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen, Talente zu entdecken und ihr Selbstvertrauen zu stärken – hier wird Gemeinschaft gelebt.“

Gewinnerfoto Jugendkulturförderpreis Uferrock e. V.

Ebenfalls mit dem Jugendkulturförderpreis wurde der Verein Uferrock e. V. aus Pommern geehrt. Seit dem Jahr 2003 organisiert der Verein das dortige Uferrock Festival – damals waren die Vorstandsmitglieder selbst noch Jugendliche. Nun ist es ihnen ein wichtiges Anliegen, junge Engagierte in die Vereinsarbeit einzubinden. Daneben setzen sie sich für Nachwuchsmusiker ein, die auf dem Festival Bühnenerfahrung sammeln können, und engagieren sich mit vielfältigen Aktionen in Pommern für Kinder und Jugendliche. „Der Mut der jungen Leute von damals wurde belohnt. Das Festival ist heute erfolgreicher denn je“, hob Laudator und Jurymitglied Hans Peter Röhrig hervor. Der Verein erhält ebenfalls ein Preisgeld von 1.000 Euro.

Gewinner Kulturförderpreis Theater Meggalich Näälisch

In der Hauptkategorie des Kulturförderpreises wurden die beiden Preisträger mit jeweils 1.500 Euro belohnt. Ulrich Dünnes, der Vorsitzende des Kreis-Chorverbands und ebenfalls Jurymitglied, ehrte zunächst die Blankenrather Theatergruppe „Meggalich Näälisch" und betonte in seiner Laudatio: „Bei jeder Aufführung erleben die Zuschauer die Freude der Theatergruppe am gemeinsamen Spielen. Aus einem Hobby ist eine Tradition geworden.“ Seit dem Jahr 2008 ist die Gruppe aktiv und führt seitdem jährlich ein Theaterstück – zum Teil im Hunsrücker Dialekt – auf. Eine unterhaltsame Kostprobe aus dem neuen Stück der Gruppe, das im Oktober aufgeführt wird, rundete die Ehrung ab.

Gewinnerfoto Kulturförderpreis MVG Ediger

Als zweiten Preisträger der Hauptkategorie zeichnete Heinrich Josef Blümling als Vertreter der Raiffeisenbank MEHR eG den MGV Ediger 1871 e.V. aus. Der Verein hebt sich vor allem durch seine innovativen Ideen von anderen Chören ab. Heinrich Josef Blümling würdigte den MGV Ediger als „modern, vielseitig und besonders unterhaltsam. Er bewahrt Traditionen, ohne altmodisch zu sein.“ Dem Chor ist die Transformation vom klassischen Männerchor mit traditionellem Liedgut hin zu einem modernen Chor mit Comedy-Elementen und Liedern aus den Bereichen Rock und Pop vorbildlich geglückt. Dass dies stimmte, zeigte der Chor im Anschluss an die Ehrung, als er zwei Lieder vortrug.

Gewinnerfoto Kulturförderpreis Lebenswerk Heinz Kugel

Die Auszeichnung für das Lebenswerk ging an Heinz Kugel aus Lieg. Der 80-Jährige ist seit 30 Jahren für das Heimatjahrbuch Cochem-Zell aktiv. Zunächst als Mitglied des Redaktionsausschusses und seit 2005 als Redaktionsleiter. Mehr als 2.500 Texte hat Heinz Kugel gelesen, geprüft und geschliffen – immer mit dem Ziel vor Augen, den Leserinnen und Lesern eine Lektüre zu bieten, die nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam ist. „Das Heimatjahrbuch Cochem-Zell wurde über die Jahre zu einer festen Größe im Landkreis und ist heute eine bedeutende regionalgeschichtliche Buchreihe. Heinz Kugel hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen“, unterstrich Landrätin Anke Beilstein in ihrer Laudatio.


Logo Kulturförderpreis Cochem-Zell

Auch im nächsten Jahr soll der Kulturförderpreis wieder ausgeschrieben werden. Interessierte ehrenamtlich Engagierte können sich bereits jetzt per E-Mail an kultur@cochem-zell.de melden, um über die neue Ausschreibung informiert zu werden.