Koordinierende Stelle Asyl
Koordinierende Stelle Asyl

Auch im Landkreis Cochem-Zell finden geflüchtete Menschen ein neues Zuhause. Dies stellt Kommunen, Behörden und die Gesellschaft vor organisatorische und soziale Herausforderungen, bietet aber zugleich die Chance, Menschen mit Schutzbedarf eine Perspektive zu geben. Gerade deshalb ist Integration von großer Bedeutung: Sie fördert den Spracherwerb, den Zugang zu Bildung und Arbeit, sowie das gesellschaftliche Miteinander.
Eine gelungene Integration hilft nicht nur den neu Zugewanderten, sondern stärkt auch den sozialen Zusammenhalt im Landkreis und ermöglicht eine aktive Teilhabe am öffentlichen Leben.
Hierfür wurde die Korrdinierende Stelle Asyl eingerichtet:
Sprachförderung und Integration in Arbeit
Eine Hauptvoraussetzung für gelungene Integration und die Vermittlung in Arbeit ist die Sprache. Ohne Sprachkenntnisse ist eine Ausbildung oder ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis fast unmöglich. Daher sind wir bemüht, die Asylbewerberinnen und -bewerber mit Bleibeperspektive möglichst schnell in einen Integrationskurs zu vermitteln. In diesen Kursen wird intensiv die Sprache geübt und es werden die Grundlagen unserer Gesellschaftsordnung vermittelt.
Zudem bieten viele Ehrenamtliche regelmäßige, kostenfreie Sprachkurse und Sprachtreffs im Landkreis an. EInen Überblick über die Sprachkurse und -treffs finden Sie hier.
Koordinierung eines Dolmetscher:innenpools
Seit einigen Jahren wird ein Pool ehrenamtlicher Dolmetscher:innen von der Koordinierungsstelle Asyl begleitet. In dem Pool sind circa 30 Sprachen und somit ca 100 Dolmetscher:innen vertreten. Diese unterstützen Asylsuchende bei Elterngesprächen in Schulen und Kitas, sowie bei Arztbesuchen und Behördengängen. Bei Interesse können Sie sich gerne an die Koordinierungsstelle wenden.
Zentraler Ansprechpartnerin für Ehrenamtliche
Das Engagement der Ehrenamtlichen im Landkreis ist sehr groß. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre die große Aufgabe der Integration nicht zu bewältigen.
Wichtig ist jedoch, dass das Ehrenamt nicht überfordert wird. Daher benötigen die Ehrenamtlichen verlässliche Ansprechstellen in der Verwaltung, die ihnen bei Fragen und Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Koordinierungsstelle fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den Willkommensnetzwerken und steht als zentraler Ansprechpartnerin für sämtliche Fragen im Zusammenhang mit der ehrenamtlichen Tätigkeit zur Verfügung.
Etablierung einer Willkommenskultur
Begegnungen schaffen Zusammenhalt und Integration. Mit zahlreichen Projekten, Aktionen und Veranstaltungen möchte die Koordinierungsstelle dies unterstützen. So organisiert der Landkreis z. B. alle zwei Jahre ein großes Integrationsfest - das "Mosaik der Kulturen". Viele ehrenamtlich Engagierte machen an diesem Fest die kulturelle Vielfalt der bei uns lebenden Menschen sichtbar. Zudem findet jeden Monat das internationale Frauenfrühstück statt, wo Frauen verschiedener Nationalitäten ins Gespräch kommen. Eine Übersicht über regelmäßige Treffen im Landkreis finden Sie hier, sowie aktuelle Veranstaltungen hier.
Kommunales Integrationsmanagement (KIM)
Integration ist eine gemeinsame Aufgabe von Zugewanderten, der einheimischen Bevölkerung sowie den staatlichen und kommunalen Akteuren. Da Integrationsarbeit vor allem auf kommunaler Ebene stattfindet, unterstützt das Land Rheinland-Pfalz die Landkreise und kreisfreien Städte mit einem Förderprogramm. Dies entstand im Rahmen der Kooperationsstrategie „Kommunen und Land gemeinsam für Integration“ der Landesregierung Rheinland-Pfalz und der Kommunalen Spitzenverbände im Frühjahr 2025. Ziel ist es, bestehende Integrationsstrukturen zu koordinieren, weiterzuentwickeln und nachhaltig zu stärken.
In diesem Rahmen wird eine Teilzeitstelle gefördert, die sich mit folgenden Aufgaben befasst:
- Koordinierung, Unterstützung und Steuerung der Integrationsangebote in der eigenen Kommune
- Analyse, Optimierung und Organisation einer bedarfsgerechten und effizienten Zusammenarbeit verschiedener Akteure bei einer gemeinsamen Aufgabenstellung [z.B. Sprachmittlung und Integration in Schule/Kita]
- Entwicklung, Fortschreibung und Umsetzung eine Integrationsstrategie für die eigene Kommune
- Etablieren geeigneter Austausch oder Steuerungsgremien, um Abstimmungsprozesse zu erleichtern und zu koordinieren
- Vernetzung innerhalb der Kommunalverwaltung mit allen Behörden, die mit Integrationsaufgaben befasst sind
- Vernetzung mit kommunalpolitischen Akteurinnen und Akteuren; enger Kontakt zu den Entscheidungsträgerinnen und -trägern
- Vernetzung und Kooperation der lokalen Projektträger, kommunalen Behörden und zivilgesellschaftlichen Akteuren innerhalb der Kommune
Arbeitskreise
Im Rahmen der Integrationsarbeit, werden seitens der beiden genannten Stellen verschiedene Arbeitskreise koordiniert:
Arbeitskreis "Berufliche Bildung" und Arbeitskreis Frauen im Landkreis Cochem-Zell".
Bei Interesse an der Arbeit wenden Sie sich gerne an die zuständige Mitarbeiterin Vanessa Krüger.
Integrationskonzept
Grundlage der Integrationsarbeit im Landkreis Cochem-Zell ist das erarbeitete Integrationskonzept.

