Mädchen schreibt mit einem Stift auf einen Block
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Martinsfeuer richtig organisieren


Das Martinsfeuer ist eine schöne alte Tradition und ein wichtiger Bestandteil des Brauchtums in vielen Gemeinden. Damit Menschen, Tiere und die Umwelt geschützt werden, sollte bei der Durchführung besonders auf die verwendeten Materialien und die Organisation des Feuers geachtet werden.


Bei einem Martinsfeuer dürfen ausschließlich naturbelassene und trockene Hölzer sowie unbehandelte Äste und Strauchschnitte verbrannt werden.

Nicht verwendet werden dürfen insbesondere:

  • Lackiertes oder gestrichenes Holz
  • Behandeltes Holz (z.B. imprägniert, beschichtet oder verleimt)
  • Möbelreste, Teppichreste, Spanplatten oder Paletten mit Schadstoffbehandlung
  • Kunststoff, Verpackungen, Ölkanister oder Hausmüll
  • teergetränkte Weinbergspfähle
  • Papiere, Kartons oder Altreifen

 

Warum stellen Abfälle im Feuer eine Gefahr dar?

Durch das Verbrennen ungeeigneter Materialien können

  • Feinstaub
  • Giftige Rauchgase
  • Dioxine und Furane
  • Schwermetalle

entstehen. Diese Stoffe belasten die Luft und können gesundheitsschädlich sein.

Außerdem können Schadstoffe aus der Asche in den Boden gelangen, Pflanzen schädigen und das Grundwasser verunreinigen.

Wichtiger Hinweis zum Schutz von Tieren:

Die großen Holzansammlungen werden oft von Kleintieren wie Igeln und Insekten als Unterschlupf genutzt. Daher gilt:

  • das Holz erst am Tag des Feuers aufschichten um keine Tiere zu verletzten
  • Sollte das Holz schon vor mehreren Tagen vor dem Anzünden aufgestapelt worden sein, dieses vor dem Anzünden zwingend vorsichtig umsetzen

 

So organisiert man ein Martinsfeuer richtig:

  • Geeigneten Standort auswählen
  • Holz richtig lagern (erst kurz vor dem Abbrennen aufschichten)
  • Ausschließlich geeignetes Holz verwenden
  • Sicherheit beachten (Feuer niemals unbeaufsichtigt lassen, Löschmittel bereithalten, auf ausreichenden Abstand der Zuschauer achten)
  • Rauchentwicklung vermeiden (Feuer kontrolliert und nicht übermäßig groß halten)
  • Nach dem Feuer (Glut vollständig ablöschen und die Asche erst entsorgen, wenn sie vollständig erkaltet ist)

 

Ein Martinsfeuer soll Freude bereiten und die Gemeinschaft fördern. Mit einem verantwortungsvollen Umgang schützen wir unsere Gesundheit, die Umwelt, Tiere und Pflanzen sowie die Sicherheit aller Beteiligten.


Weitere Informationen erhalten Sie bei der:

  • Abfallberatung, Telefon: 02671/61-941
  • Unteren Abfallbehörde, Telefon: 02671/61-914
  • Unteren Naturschutzbehörde, Telefon: 02671/61-455 und 61-456