Gefahr an der Mosel: Der Landkreis appelliert an Angler zum Schutz der Höckerschwäne
In den vergangenen Wochen mussten Tierschützer und Tierärzte im Moselbereich wiederholt verletzte Höckerschwäne versorgen. Die Ursache ist fast immer dieselbe: Achtlos am Ufer zurückgelassene oder im Wasser treibende Angelhaken und Schnüre. Mehrere Schwäne haben in der jüngsten Vergangenheit Köder samt Haken verschluckt, was zu schweren inneren Verletzungen führt. Andere Tiere verhedderten sich so unglücklich in den reißfesten Kunststoffschnüren, dass Gliedmaßen eingeschnürt wurden oder die Vögel qualvoll zu ertrinken drohten.
Die Höckerschwäne gehören zum festen Bild der Mosel und bereichern den Lebensraum Flussraum für Anwohner und Touristen gleichermaßen. Ihr Schutz muss oberste Priorität haben. Die Kreisverwaltung betont, dass die Mehrheit der Angelsportler die Natur respektiert. Dennoch reicht bereits eine kleine Menge an weggeworfenem Material aus, um fatale Folgen für die Tierwelt nach sich zu ziehen.
Appell an die Verantwortung für Tier- und Umweltschutz
Die Verwaltung richtet daher einen dringenden Appell an alle Anglerinnen und Angler an der Mosel:
- Hinterlassen Sie keinen Müll: Nehmen Sie alle Utensilien – insbesondere beschädigte Schnüre, Haken, Bleie und Verpackungen – wieder komplett mit nach Hause.
- Vorsicht bei Abrissen: Sollte sich eine Montage unter Wasser verfangen und abreißen, versuchen Sie, so viel Schnur wie möglich zu bergen.
- Köder kontrollieren: Lassen Sie ausgelegte Köder nicht unbeaufsichtigt, da Wasservögel diese oft fälschlicherweise für natürliche Nahrung halten.
Tier- und Umweltschutz funktionieren nur gemeinsam. Bitte helfen Sie mit, die Mosel als sicheren Lebensraum für Mensch und Tier zu erhalten.



