Mädchen schreibt mit einem Stift auf einen Block

Fachexkursion nach Franken liefert wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Moselregion


© Pressemitteilung der Regionalinitiative Faszination Mosel


Wie können Weinbau, Tourismus, Regionalentwicklung und regionale Wertschöpfung noch enger miteinander verzahnt werden? Welche erfolgreichen Ansätze lassen sich auf die Moselregion übertragen? Mit diesen Fragestellungen beschäftigte sich die Regionalinitiative „Faszination Mosel“ im Rahmen einer dreitägigen Fachexkursion nach Franken.


Das Bild zeigt die Teilnehmenden der Fachexkursion. Sie sitzen/stehen an einem Aussichtspunkt im Freien. Zu sehen sind neben Betonwürfeln, die mit Unternehmensnamen beschriftet sind, auch eine große Betonröhre im Hintergrund, die wie ein begehbares Fernrohr für den Blick in die weite Ebene unterhalb des Aussichtspunkts aussieht. Unmittelbar um den Aussichtspunkt sieht man Weinberg und Wald. In der Ebene in der Ferne sind Häuser und Felder zu sehen.

Auf Einladung und mit Unterstützung der fränkischen Partner erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in erfolgreiche Projekte und Strategien rund um den Weinbau, den Weintourismus, die Direktvermarktung, die Kulturlandschaft sowie die Entwicklung ländlicher Räume. Das abwechslungsreiche Programm führte unter anderem nach Frickenhausen, Iphofen, ins Weinparadies Franken, nach Rödelsee und Sommerach. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch mit Vertretern aus Weinbau, Tourismus, Kommunen und Regionalentwicklung sowie zahlreiche Best-Practice-Beispiele.

An der Exkursion nahmen die Landräte Anke Beilstein (Landkreis Cochem-Zell), Stefan Metzdorf (Landkreis Trier-Saarburg) und Andreas Hackethal (Landkreis Bernkastel-Wittlich und Vorsitzender der Regionalinitiative „Faszination Mosel“) teil. Begleitet wurden sie von Vertretern der Industrie- und Handelskammern Trier und Koblenz, des Weinbauverbandes Mosel, von Moselwein e.V., der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, der LAG Moselfranken, des Tourismus, regionaler Erzeuger sowie der Geschäftsstelle der Regionalinitiative „Faszination Mosel“.


Besonders beeindruckte die konsequente Ausrichtung Frankens als Wein- und Tourismusregion. Deutlich wurde, wie eng Weinbau, Tourismus, Direktvermarktung, Kultur, Landschaft und Regionalentwicklung miteinander verzahnt sind und gemeinsam zur regionalen Wertschöpfung beitragen. Die Exkursion zeigte eindrucksvoll, dass der Erfolg nicht auf einzelnen Projekten beruht, sondern auf einem langfristigen, gemeinsamen Verständnis für die Entwicklung der gesamten Region.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den „terroir f“-Standorten, den „magischen Orten des Frankenweins“. Die unterschiedlichen Standorte greifen jeweils eigene Themen auf und verbinden Wein, Landschaft, Kultur, Geschichte und regionale Identität zu einem gemeinsamen, wiedererkennbaren Gesamtkonzept. Die Teilnehmenden nutzten den Besuch, um sich intensiv über Konzeption, Gestaltung, Finanzierung, touristische Vermarktung und Pflege dieser Aussichtspunkte auszutauschen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind insbesondere für die Moselregion von großem Interesse, da die Regionalinitiative gemeinsam mit ihren Partnern die Inszenierung von Steillagen-Aussichtspunkten weiterentwickeln möchte.

Weitere Programmpunkte widmeten sich der kommunalen Entwicklung des Weintourismus, innovativen Konzepten der Direktvermarktung, der erfolgreichen Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe sowie der Zusammenarbeit von Weinbau, Gastronomie und Tourismus. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Investitionen in den ländlichen Raum, leistungsfähige Netzwerke und eine enge Zusammenarbeit aller Akteure für eine nachhaltige Regionalentwicklung sind. Ebenso interessant war der fränkische Umgang mit Förderprojekten: Verwaltungen verstehen sich dort nicht nur als Bewilligungsstellen, sondern begleiten Projekte aktiv und unterstützen Antragsteller dabei, Fördermöglichkeiten erfolgreich zu nutzen.


Einigkeit bestand unter den Teilnehmenden darüber, dass sich erfolgreiche Konzepte anderer Regionen zwar nicht eins zu eins auf die Mosel übertragen lassen. Gerade der Blick über den Tellerrand und der offene Austausch mit den fränkischen Partnern liefern jedoch wertvolle Impulse, aus denen eigene Ideen und Projekte für die Moselregion entstehen können.

Die während der Exkursion gewonnenen Erkenntnisse sollen nun gemeinsam ausgewertet werden. Ziel ist es, zu prüfen, welche Ansätze und Projekte auf die Moselregion übertragbar sind und welche Maßnahmen künftig gemeinsam mit den regionalen Akteuren weiterentwickelt werden können.


Die Regionalinitiative „Faszination Mosel“ bedankt sich herzlich bei allen Gastgebern und Referenten in Franken für die hervorragende Organisation, die offenen Gespräche und die große Gastfreundschaft. Der intensive fachliche Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der Dialog zwischen Weinregionen ist und wie beide Regionen voneinander profitieren können.


Die Fachexkursion wurde gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) im Rahmen der Intervention „LEADER“ (EL-0703) des nationalen GAP-Strategieplans in Rheinland-Pfalz, mitfinanziert durch Bund und Land im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK).