Wegen hoher Wassertemperaturen in rheinland-pfälzischen Fließgewässern wird die erste Warnstufe ausgerufen
Wegen hoher Wassertemperaturen in rheinland-pfälzischen Fließgewässern wird die erste Warnstufe ausgerufen
An Rhein und Mosel wurden an mehreren Stellen Tagesmitteltemperaturen von 25 °C erreicht – Für den Rhein werden noch Temperaturen von 27 °C und damit die zweite Warnstufe erwartet
„Mit den anhaltend hohen Lufttemperaturen steigen auch die Temperaturen in den Gewässern. Hohe Temperaturen können zu sinkenden Sauerstoffgehalten führen und dadurch das ökologische Gleichgewicht empfindlich stören: Stress für Fische und andere Lebewesen kann dadurch ausgelöst werden. Um die Situation in den Gewässern im Blick zu behalten und wenn nötig gegenzusteuern, tritt Warnstufe 1 des Handlungs- und Informationskonzeptes bei hohen Wassertemperaturen in Kraft“, sagte Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider.
Am gestrigen Montag wurde im Rhein die Tagesmitteltemperatur von 25 °C erreicht. Auch an der Mosel wurde an den Messstellen Fankel und Palzem und an der Nahe in Dietersheim die Marke von 25°C ebenfalls erreicht. Die Saar bei Kanzem liegt mit 23,5 °C noch knapp darunter.
Aktuelle Tageswerte stellt das Landesamt für Umwelt unter https://wasserportal.rlp-umwelt.de/auskunftssysteme/tageswerte bereit.
Aufgrund der Wettervorhersage ist davon auszugehen, dass durch die anhaltend hohe Lufttemperatur und die starke Sonneneinstrahlung die Tagesmitteltemperaturen in den Gewässern in den folgenden Tagen weiter ansteigen.
Mit Ausrufung der ersten Stufe informieren die Struktur- und Genehmigungsdirektionen alle wärmeeinleitenden Betriebe, dass das innerbetriebliche Konzept zur Reduzierung von Wärmeeinleitung in kritischen Gewässersituationen zur Anwendung kommt. Unternehmen werden aufgefordert, vorsorgliche Maßnahmen zu prüfen und umzusetzen wie beispielsweise Messung der Gewässertemperatur vor und nach der Einleitung von Kühlwasser und die Prüfung alternativer Kühltechniken innerhalb des Betriebs zur Reduktion der eingeleiteten Wärmefracht, sofern technisch möglich.
Für den Rhein in Mainz wird erwartet, dass die Tagesmitteltemperatur weiter steigt und möglicherweise die 27°C Marke erreicht, bei der die 2. Handlungsstufe des Handlungskonzepts greift.
Ein weiterer wichtiger Baustein des Handlungs- und Informationskonzeptes bei hohen Wassertemperaturen ist die Beobachtung der Gewässersituation durch das Landesamt für Umwelt. Täglich werden aktuelle Messwerte zu Temperatur, Sauerstoffgehalt und Abfluss verschiedener Messstationen bereitgestellt und veröffentlicht. Bei langanhaltenden Hitzewellen finden bei Bedarf auch Bewertungen über den Zustand der Gewässerbiologie statt.
In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrfach höhere Stufen ausgerufen: Stufe 2 in 2018, 2019, 2022 und 2025 sowie Stufe 3 in 2018.
Weitere Infos finden Sie unter https://lfu.rlp.de/startseitenbeitraege/2025/lfu-hat-hitzefolgen-im-blick-1
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