Mädchen schreibt mit einem Stift auf einen Block

Minderung der ökologischen Belastung für rheinland-pfälzische Gewässer wird im Laufe der Woche erwartet


Mainz, 30. Juni 2026

Gewässertemperaturen an Rhein und Mosel haben am Wochenende die 28-Grad-Marke überschritten – Die Lage ist angespannt, Handlungsstufe 3 wird aufgrund der prognostizierten Witterungsentspannung vorerst nicht ausgerufen

Die Hitzewelle hat in Rheinland‑Pfalz am Wochenende zu einem weiteren Anstieg der Flusstemperaturen geführt. Bereits am Freitag überschritt die Mosel und am Samstag der Rhein im Tagesmittel die Marke von 28 Grad Celsius; Saar und Nahe liegen im Tagesmittel zwischen 27°C und 28°C.

Hohe Temperaturen führen zu sinkenden Sauerstoffgehalten wodurch das ökologische Gleichgewicht empfindlich gestört wird. Falls zusätzlich noch weitere sauerstoffzehrende Prozesse stattfinden, wird Stress für Fische und andere Lebewesen ausgelöst. Die Stufe 2 des rheinland-pfälzischen Handlungs- und Informationskonzeptes zu

hohen Wassertemperaturen der Gewässer bleibt aufgrund der erreichten hohen Temperaturwerte der Gewässer bestehen. Im Zuge dessen haben die Struktur- und Genehmigungsdirektionen (SGDen) bereits alle relevanten Wärmeeinleiter aufgefordert, täglich die eingeleiteten Wärmefrachten an die Behörde zu berichten, alle Rückkühlmöglichkeiten zu nutzen und – falls möglich – Revisionsarbeiten vorzubereiten, damit sie bei eintreten der Handlungsstufe 3 vorgezogen werden können.

„Ich danke den Kolleginnen und Kollegen, die stets die aktuellen Messwerte überprüfen und eine Bewertung der Gewässerökologie vornehmen. Derzeit halten wir die ausgerufene Warnstufe 2 für ausreichend, denn aufgrund der niedrigeren Lufttemperaturen kann davon ausgegangen werden, dass sich die Lage etwas entspannt“, sagte Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider. „Dafür ist aber sehr wichtig, dass die eingeleiteten Maßnahmen konsequent weitergeführt werden. Noch sind die Temperaturen in den Gewässern hoch und stellenweise wurden an Saar und Obermosel niedrige Sauerstoffkonzentrationen gemessen. Dass wir Stufe 3 für die rheinland-pfälzischen Fließgewässer derzeit nicht ausrufen, bedeutet keine Entwarnung – vor allem nicht mit Blick auf die Wetterprognosen der kommenden Wochen“, mahnte Ministerin Schneider.

Im Austausch mit Luxemburg konnte für den Bereich Obermosel erreicht werden, dass an den Staustufen Grevenmacher und Panzem Wehrüberfall zur Stützung des Sauerstoffgehaltes eingerichtet wurde.

Das Landesamt für Umwelt (LfU) überprüft weiterhin die aktuellen Messwerte und bewertet die Gewässerbiologie. Die aktuellen Tagesmittelwerte sind unter https://wasserportal.rlp-umwelt.de/auskunftssysteme/tageswerte abrufbar.

In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrfach Stufen des Handlungs- und Informationskonzeptes ausgerufen: Stufe 2 in 2018, 2019, 2022 und 2025 sowie Stufe 3 in 2018.

Weitere Infos finden Sie unter https://lfu.rlp.de/startseitenbeitraege/2026/lfu-hat-hitzefolgen-im-blick

 

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