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Mädchen schreibt mit einem Stift auf einen Block

Landkreis erhält Zuwendung in Höhe von 17,4 Mio. € für den Gigabitausbau


Landrätin Anke Beilstein wurde am vergangenen Freitag ein Zuwendungsbescheid über 17,4 Mio. € überreicht. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer haben den millionenschweren, vorläufigen Zuwendungsbescheid für den Gigabitausbau in der Mainzer Staatskanzlei übergeben. Auch die Bürgermeister bzw. Beigeordneten der Verbandsgemeinden nahmen an diesem freudigen Termin teil.

Mit der Zuwendung übernimmt das Land Rheinland-Pfalz die Ko-Finanzierung des Gigabitausbaus im Landkreis – bereits Ende des vergangenen Jahres hat der Bund eine Zuwendung in Höhe von rund 35 Mio. € bewilligt. Die Gesamtinvestition in den weiteren Glasfaserausbau im Landkreis beträgt voraussichtlich rund 58 Mio. €.


Landrätin Anke Beilstein war sichtlich erfreut über die Förderung des Landes und dankte Ministerpräsidentin Dreyer und Minister Schweitzer für die Zuwendung. „Der geplante Gigabitausbau ist für uns als Landkreis eine große Chance, die wir gemeinsam mit den Verbandsgemeinden anpacken. Wir werden jeden Haushalt, jedes Unternehmen und jeden Betrieb mit Glasfaseranschlüssen ausstatten. Der ländliche Raum ist auf schnelles Internet angewiesen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die Digitalisierung bringt smarte Angebote für Menschen und Wirtschaft. Telemedizin, Homeoffice, KI-basierte Lösungen wie z. B. bei unserem Projekt des smarten Weinbergs – für all dies brauchen wir eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur“, so die Kreischefin bei der Bescheidübergabe in Mainz.


Mit der Landesförderung konnte nun das letzte Puzzleteil der Finanzierung für den Gigabitausbau eingefügt werden. Mit einer Gesamtinvestition von rund 58 Mio. € werden im Zeitraum bis 2030 ca. 8.200 Glasfaseranschlüsse im Landkreis hergestellt, die mit rund 34,8 Mio. € vom Bund und mit 17,4 Mio. € vom Land gefördert werden. Für die Kommunen verbleibt für die Umsetzung des Infrastrukturprojektes ein Eigenanteil von rund 5,8 Mio. €. 

Hierzu betonte Landrätin Beilstein: „Der Landkreis und die Verbandsgemeinden haben verabredet, den kommunalen Eigenanteil solidarisch aufzuteilen um die Ortsgemeinden nicht noch weiter zu belasten.“


Der Eigenbetrieb Wirtschaft & Innovation der Kreiswerke Cochem-Zell wird nun, nachdem die Gesamtfinanzierung gesichert ist, die europaweite Ausschreibung des Projektes in die Wege leiten. Im Rahmen des Vergabeverfahrens wird sich herausstellen, welches Telekommunikationsunternehmen (TKU) den Zuschlag für den Gigabitausbau erhält.

In diesem Förderprojekt werden überall dort, wo kein privatwirtschaftlicher Ausbau durch ein Telekommunikationsunternehmen erfolgt, Glasfaseranschlüsse hergestellt, damit ein flächendeckender Glasfaserausbau im gesamten Landkreis gewährleistet ist. Mit einem Baubeginn wird – vorbehaltlich des Ausschreibungsverfahrens- im 2. Quartal 2025 gerechnet.