Trockenmauerbau: Starke Zusammenarbeit bringt Mosel-Bewerbung auf Bundesebene Gemeinschaftliches Engagement überzeugt Expertengremium
Ein bedeutender Erfolg für die Moselregion und ein starkes Zeichen gelebter Zusammenarbeit: Die Bewerbung „Handwerk Trockenmauerbau“ zur Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes wurde vom rheinland-pfälzischen Expertengremium einstimmig zur Weiterleitung an die Kultusministerkonferenz (KMK) empfohlen. Das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz ist dieser Empfehlung gefolgt und hat die Bewerbung fristgerecht eingereicht.
Dieser Erfolg ist insbesondere dem intensiven Austausch und der engen Zusammenarbeit zahlreicher Akteure zu verdanken. Unter der Federführung der Regionalinitiative „Faszination Mosel“ wurde die Bewerbung gemeinsam mit einer bundesweit vernetzten Expertengruppe entwickelt, abgestimmt und auf den Weg gebracht.
„Die positive Bewertung ist vor allem ein Erfolg der starken Trägergemeinschaft und der hervorragenden Zusammenarbeit über Regionen hinweg“, betont Simone Röhr, Geschäftsführerin der Regionalinitiative „Faszination Mosel“. „Hier zeigt sich, wie viel erreicht werden kann, wenn Fachwissen, Engagement und gemeinsame Ziele zusammenkommen.“
Das Expertengremium würdigte neben der fachlichen Qualität der Bewerbung ausdrücklich die aktive Trägergemeinschaft sowie die gute Vernetzung der beteiligten Akteure. Diese Zusammenarbeit bildet die Grundlage dafür, das Wissen rund um den Trockenmauerbau zu erhalten und weiterzugeben.

Der Trockenmauerbau ist ein traditionsreiches Handwerk, das die Kulturlandschaften der Mosel und vieler weiterer Regionen seit Jahrhunderten prägt. Die Bauweise ohne Mörtel erfordert umfangreiches Erfahrungswissen und wird bis heute durch praktische Weitergabe, Schulungen und gemeinschaftliche Bauprojekte vermittelt. Gleichzeitig leisten Trockenmauern einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und stehen für nachhaltiges Bauen.
Mit der Weiterleitung an die KMK ist ein zentraler Meilenstein im Bewerbungsverfahren erreicht. Die Bewerbung tritt nun in den bundesweiten Auswahlprozess ein. Für die beteiligten Partner ist dies nicht nur ein fachlicher Erfolg, sondern auch eine Bestätigung der gemeinsamen Anstrengungen.
Die Regionalinitiative „Faszination Mosel“ sieht in der Bewerbung daher nicht nur eine Chance für die Anerkennung des Handwerks, sondern auch für die weitere Stärkung des Netzwerks rund um den Trockenmauerbau – regional, national und darüber hinaus.



