Mädchen schreibt mit einem Stift auf einen Block

„7 auf einen Streich“ – Besonderer Dank für langjähriges ehrenamtliches Engagement


Im Rahmen einer Feierstunde im Cochem-Zeller Kreishaus wurden Mitte Mai gleich sieben engagierte Persönlichkeiten für ihr teils jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken geehrt.

Vier Bürgerinnen und Bürger erhielten die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz und drei Bürgerinnen und Bürger wurden mit der Landesverdienstmedaille ausgezeichnet.


„Die ,gute Stube des Kreishauses‘ öffnet man gerne für liebe Gäste. Und insbesondere für einen so besonderen Anlass“, betonte Landrätin Anke Beilstein in ihrer Begrüßung und freute sich, dass diese Feierstunde so kurzfristig realisiert werden konnte. „Denn das, was diese Menschen geleistet haben – nicht für bare Münze, sondern für ein ,Vergelt‘s Gott‘ – ist ganz einfach beispielhaft. Das Ehrenamt ist das Herz bzw. der Puls unserer Gesellschaft“, so die Landrätin. Wie viele Gesichter das Ehrenamt hat, werde man im Laufe des Abends noch erfahren. „Die Menschen, die heute Abend ausgezeichnet werden, engagieren sich freiwillig und jeder auf seine eigene Art und Weise. Jeder einzelne von Ihnen hat unseren Dank und unsere Anerkennung in höchstem Maße verdient“, so die Landrätin. „Tue Gutes und rede darüber“ – genau damit bringe man es auf den Punkt und das wolle man an diesem Abend auch tun, betonte sie, bevor sie das Wort an die Laudatorin, Staatssekretärin Heike Raab, abgab.

Diese freute sich sehr, die Auszeichnungen mit den besten Grüßen von Ministerpräsident Alexander Schweitzer und dessen Dank aushändigen zu können. Zudem sei es – im Hinblick auf die Neukonstituierung der Landesregierung – ihre letzte Amtshandlung in ihrer Funktion als Staatssekretärin. „Es ist mir eine besondere Ehre, dass ich das noch tun darf“, betonte sie. Gerade in unruhigen Zeiten, in denen auch der gesellschaftliche Zusammenhalt so oft in Frage gestellt werde, sei ein solcher Abend sehr bedeutsam, gab die Staatssekretärin an. „Die Leistungen der Ehrenamtlichen sind der Kit unserer Gesellschaft“, so Heike Raab. Sie freute sich, dass sie auch die Familien der ausgezeichneten Persönlichkeiten begrüßen konnte, denn ohne dass die Partner oder die Kinder einem den Rücken frei halten, sei es überaus schwierig, sich überhaupt in einem solchen Maße zu engagieren. Zusammen mit Landrätin Anke Beilstein nahm Staatssekretärin Heike Raab die Ehrungen im Namen von Ministerpräsident Alexander Schweitzer in alphabetischer Reihenfolge vor.


Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz

  • Elmar Esper aus Landkern

    Elmar Esper aus Landkern war von 1974 bis 1989 als Ortsbürgermeister für die Ortsgemeinde Landkern tätig. In seiner Amtszeit hat er sich – als Kümmerer vor Ort und als tragende Säule des Gemeinde- und Kirchenlebens – über alle Maßen für die Ortsgemeinde Landkern verdient gemacht und viele Projekte vorangebracht. Seine Heimatgemeinde wurde beispielsweise als Fremdenverkehrsgemeinde anerkannt und auch mit der Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ hat der Vorgenannte viele Auszeichnungen für die Ortsgemeinde entgegennehmen können. Sein Name ist untrennbar mit Landkern verbunden und sein ehrenamtliches Engagement ist überaus vielfältig. Sei es als stellvertretender Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe oder als „Vorlese-Opa“ in der örtlichen Kindertagesstätte, als Vorsitzender der Kirchengemeinde Landkern-Greimersburg, als Leiter des Kirchenchors Cäcilia Landkern oder aber als Organist der Kirchengemeinde Landkern oder im Alten- und Pflegeheim in Kaisersesch. 

  • Lieselotte Grolig aus Moselkern

    Lieselotte Grolig aus Moselkern blickt auf über 30 Jahre ehrenamtliches Engagement zurück. Seit 1982 ist sie aktiv in der Frauengemeinschaft Moselkern im Vorstand tätig und hatte dort auch mehrere Jahre das Amt der Kassenwartin inne. Unter ihrer Federführung initiiert die Frauengemeinschaft Seniorennachmittage, die seit jeher als beliebter Treffpunkt im Dorf gelten. Kleine, aber bedeutsame Investitionen in die kommunale Infrastruktur wurden durch die vorgenannte Gruppe unter ihrer Mitwirkung realisiert. Lieselotte Grolig ist als treibende Kraft bekannt und bereichert dadurch seit jeher das Miteinander in der Ortsgemeinde. Aber auch die Kinder- und Jugendarbeit liegt ihr am Herzen. So unterstützte sie viele Jahre bei den Kommunion- und Firmvorbereitungen und bei der Organisation und Gestaltung eines jährlichen Krippenspiels an Weihnachten.

  • Heinrich Kloster aus Hesweiler

    Heinrich Kloster aus Hesweiler hat seit dem Jahr 2008 bis heute 30.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden bei verschiedenen Projekten innerhalb der Ortsgemeinde Hesweiler geleistet. Egal, ob die Gestaltung eines Kriegerdenkmals, die Neugestaltung des Ortswappens, die Erstellung eines Bachlaufes oder der Gabionenmauer, der Bau von Bienenhotels, die Mitwirkung bei Neugestaltungen und Renovierungen – Heinrich Kloster ist da, wenn Unterstützung vor Ort gebraucht wird. Bei der Erbauung des Holzbackofens war der Vorgenannte zudem nicht nur der Ideengeber, weil er alte Traditionen wieder aufleben lassen wollte. Vielmehr hat er an der Umsetzung tatkräftig mitgewirkt. Kommunalpolitisch ist er seit 2008 im örtlichen Gemeinderat aktiv und zudem Vorsitzender im Förderverein der katholischen Pfarrkirche Blankenrath. Weiterhin ist er eines der Gründungsmitglieder im Schützenverein Blankenrath. Bemerkenswert ist, dass sich Heinrich Kloster mit mittlerweile 83 Jahren immer noch täglich in der Gemeinde Hesweiler engagiert.

  • Peter Mittler aus Alf

    Peter Mittler aus Alf kann ebenfalls auf ein langjähriges kommunalpolitisches Engagement zurückblicken. 30 Jahre war er Mitglied im Ortsgemeinderat in Alf und in den Jahren 2009 – 2019 zudem als Ortsbürgermeister tätig. Von 1984 – 2004 war der Vorgenannte Mitglied im Verbandsgemeinderat Zell, davon viele Jahre auch im Werkausschuss. Mehr als 30 Jahre lang war Peter Mittler Mitglied im Personalrat der Stadt Cochem – davon mindestens 26 Jahre als Vorsitzender. Seit 1992 ist er Mitglied im Vorstand des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Alf. Aufgrund seiner beruflichen Ausbildung hat er sich bei vielen Bauprojekten in der Ortsgemeinde Alf mit eingebracht und diese auch federführend betreut.

Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz

  • Waltraud Jung aus Lutzerath

    Waltraud Jung aus Lutzerath engagiert sich als ehrenamtliche Flüchtlings- und Integrationshelferin in ihrer Heimatgemeinde Lutzerath. Ihr Fokus liegt auf der intensiven Betreuungsarbeit, die neben der Vermittlung von Sprachunterricht und Arbeits- bzw. Ausbildungsplätzen sowie engen Kontakt zu Schulen und Vereinen auch die Begleitung im Alltag und die Integration beinhaltet. Während der Ahrflut hat sie tatkräftig das Projekt „Suppenküche an der Ahr“ unterstützt. Aber auch in der Kirchengemeinde Lutzerath – lange Jahre auch im Pfarrgemeinderat – war die Vorgenannte über Jahre hinweg überaus engagiert.

  • Klaus Layendecker aus Treis-Karden

    Klaus Layendecker aus Treis-Karden engagiert sich ehrenamtlich in Gemeinden und Schulen. Seit über 25 Jahren ist er Mitglied des Handwerkervereins Treis und im Vorstand des Freundeskreises Stiftsmuseum tätig. Der Vorgenannte ist Initiator und seitdem auch Vorsitzender des 1989 gegründeten Freundeskreises der Heimat- und Familienforscher mit Mitgliedern weit über den Landkreis hinaus. Innerhalb der Regionalforschung organisiert Klaus Layendecker zahlreiche Ausstellungen in Treis-Karden und in Orten der Umgebung. Sein umfangreiches Privatarchiv beinhaltet Schriftgut, Fotos und Berichte zur Regionalgeschichte. Zudem hat er etwa 260 Bücher, Hefte und Einzelbeiträge erstellt sowie Ausstellungen zur regionalen Heimat- und Familiengeschichte initiiert.

  • Klaus Steffens aus Klotten

    Klaus Steffens aus Klotten bringt sich seit vielen Jahren ehrenamtlich, vor allem im Sportbereich, in das Gemeindeleben ein. So war er über 20 Jahre als Vorstandsmitglied und Jugendtrainer in der Spielvereinigung Klotten tätig. Zudem fungierte er viele Jahre als 1. Vorsitzender sowie Schriftführer der BSG Sportfreunde Kühr e. V.. Über 30 Jahre engagierte er sich für das Herz-Jesu-Haus Kühr im Sportarbeitskreis für Behinderteneinrichtungen im nördlichen Rheinland-Pfalz. Weiterhin unterstützte Klaus Steffens als Vorstands- und Präsidiumsmitglied die rheinland-pfälzischen Special Olympics. Seit 2017 engagiert er sich zudem bei den „Jungen Alten“ und unterstützt als Fahrer die Tafel in Cochem. 

Ehrung verdienter Kreiseinwohner im Kreishaus der Kreisverwaltung Cochem-Zell - Gruppenbild

Der Landkreis Cochem-Zell – allen voran Landrätin Anke Beilstein – ist überaus stolz auf seine Ehrenamtlichen. Wie vielfältig das Ehrenamt ist, machen die vorgenannten Ehrungen wieder einmal mehr deutlich. Ehrenamtliches Engagement ist ganz einfach einzigartig, keinesfalls selbstverständlich und vor allem aber unverzichtbar.

Mit der Verleihung der Verdienstmedaillen und der Ehrennadeln wird unermüdliches Engagement – man kann auch sagen: Lebenswerke – gewürdigt, welches in besonderer Weise vom Einsatz für die Gemeinschaft oder aber von Heimatverbundenheit und von dem Anliegen geprägt ist, Geschichte lebendig zu halten und für kommende Generationen zu bewahren.

Ehrung verdienter Kreiseinwohner im Kreishaus der Kreisverwaltung Cochem-Zell

Mit den Geehrten freuten sich auch deren Familien und Freunde.

Auch die kommunale Familie (die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Ulmen und deren Amtskollegen, die Herren Bürgermeister der Verbandsgemeinden Cochem, Kaisersesch und Zell, sowie die Ortsbürgermeister der Heimatgemeinden der geehrten Persönlichkeiten und diejenigen, die die Ehrungen angestoßen haben – unter ihnen auch der Landtagsabgeordnete Jens Münster) schloss sich den Glückwünschen an.