Mädchen schreibt mit einem Stift auf einen Block

Landrätin Anke Beilstein drängt weiter auf Ausbau der nächtlichen Luftrettung


Landrätin Anke Beilstein hält an ihrer seit Sommer 2024 an Innenminister Ebling adressierten Forderung nach einem Ausbau der nächtlichen Flugrettung fest. „Die Verstärkung mit solchen Instrumenten der Notfallrettung brauchen wir vor allem im ländlichen Raum und nicht in Ballungszentren, wo ohnehin ein dichtes Krankenhausnetz und kurze Wege gegeben sind.“ Diese Sichtweise teilen auch die drei Westerwälder Landräte Dr. Enders, Hallerbach und Schwickert, die ebenfalls auf die langen Wege im ländlichen Raum hinweisen und vergleichbare Forderungen stellen.


In ihrem dritten Schreiben vom 22. Januar fordert Landrätin Beilstein Innenminister Ebling daher erneut auf, den Einsatz eines zusätzlichen nachttauglichen Rettungshubschraubers im nördlichen Rheinland-Pfalz zügig voranzubringen.

Durch vermehrte Klinikschließungen – insbesondere im nördlichen Rheinland-Pfalz – hat sich die Versorgungslandschaft in den letzten Jahren deutlich ausgedünnt. Die daraus resultierenden längeren Wege zu Klinikstandorten stellen vor allem den ländlichen Raum vor erhebliche Herausforderungen.

Der verstärkte Einsatz nachttauglicher Rettungshubschrauber ist ein Ansatz, dieser Entwicklung zu begegnen. Gerade in lebensbedrohlichen Situationen kann so die zeitnahe medizinische Notfallversorgung spürbar verbessert werden.

Entscheidend ist dabei eine Stationierung an Standorten, von denen aus der tatsächliche Bedarf bestmöglich abgedeckt werden kann und die Patientenversorgung nicht durch unnötig lange Anflugwege verzögert wird.

Dass dieser Ansatz tragfähig ist, zeigt unter anderem die bereits erfolgte Ausweitung der Einsatzzeiten eines in Mainz stationierten Rettungshubschraubers im vergangenen Jahr.

„Die Tatsache, dass am Standort Mainz jetzt ein 24/7-Rettungshubschrauber im Einsatz ist, bestätigt meine Ausführungen, dass infolge der vielfachen Krankenhausschließungen im Land eine Nachsteuerung im Rettungswesen erforderlich ist. Die Stationierung in Mainz lässt aber befürchten, dass erneut der Norden des Landes das Nachsehen hat“, so Landrätin Anke Beilstein. 

Gleiche Chancen in ländlichen Regionen

Für die Kreisverwaltung und die Landrätin stehen fest, dass die Notfallversorgung mit der Entwicklung der Krankenhausstruktur Schritt halten muss. Wenn wohnortnahe Klinikangebote wegfallen, müssen Rettungsstrukturen so angepasst werden, dass Menschen im ländlichen Raum weiterhin die gleiche Chance auf schnelle Hilfe haben wie in dichter besiedelten Regionen. Das Hinwirken auf  die Weiterentwicklung der Luftrettung ist dabei ein zentraler Baustein der umfassenden Bemühungen von Kreisverwaltung und Landrätin, die medizinische Versorgung unter zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen verlässlich zu sichern.

„Die veränderte Krankenhauslandschaft ist Realität, aber Menschen im ländlichen Raum dürfen im Notfall keinen Zeitnachteil haben. Deshalb setzen wir uns mit Nachdruck für angepasste Strukturen in der Notfallversorgung ein und erwarten hier klare und zeitnahe Entscheidungen des Landes“, so Landrätin Anke Beilstein.