Klimaanpassung macht Schule

Warum verändert sich das Klima? Welche Folgen hat das global, regional und in Cochem-Zell? Welche Möglichkeiten haben wir, um uns an diese Veränderungen anzupassen? Spüren die Schülerinnen und Schüler Auswirkungen in ihrem Alltag und ist das Thema überhaupt relevant für sie?
Diese und weitere Fragen wurden zwischen dem 10. und 19. Dezember an vier weiterführenden Schulen im Landkreis Cochem-Zell mit ca. 150 Schülerinnen und Schülern von der 9. bis zur 11. Klasse diskutiert. Während der erste Teil des 90-minütigen Workshops das Grundwissen zum Thema Klimawandel auffrischte, folgte darauf ein reger Austausch mit den Teilnehmenden, die engagiert und motiviert mitarbeiteten. Einen besonderen Fokus legte Dominik Zell, Klimaanpassungsmanager des Landkreises Cochem-Zell, darauf, ob und wie die Schülerinnen und Schüler den Klimawandel wahrnehmen und welche Ideen sie für Anpassungsmöglichkeiten haben.
Schlüsselerkenntnisse der Workshops:
- Insbesondere bei zentralen Begriffen, Prozessen und den Wechselbeziehungen des Klimawandels gab es unterschiedliche Wissensstände, welche ausgeglichen wurden. So konnte im Verlauf des Workshops eine Verbindung zwischen den Auswirkungen des Klimawandels und der eigenen Lebensrealität hergestellt werden. Besser verständlich wurde die Thematik beispielsweise durch die Darstellung, wie der Klimawandel zu längeren Vegetationsperioden führt und dadurch Allergien verstärkt werden können.
- Die meisten befragten Schülerinnen und Schüler messen dem Klimawandel eine mittlere Relevanz bei, wobei es auch einige Ausreißer nach oben und unten gibt. Diejenigen, die dem Klimawandel eine eher mittlere bis geringe Relevanz beimessen, erkennen trotzdem, dass der Klimawandel Auswirkungen auf ihr Leben haben wird. Das Interesse an der Thematik ist dennoch gering, beschreiben sie. Darüber hinaus sind sie der Meinung, dass sie alleine nichts dagegen tun können und wissen nicht, wie sie selbst aktiv werden oder sich informieren können.
- Die größte persönliche Betroffenheit verorten die Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Auswirkungen von Hitze. Hiervon sind sie insbesondere auf dem Schulweg (bspw. Bushaltestellen), in bestimmten Klassenräumen, auf dem Schulhof, in der Sporthalle oder in ihrem Alltag auf versiegelten Flächen und Spazierwegen betroffen. Hier wurden im Austausch mit den Schülerinnen und Schülern mögliche Anpassungsmaßnahmen diskutiert und erarbeitet. So wurde doch schnell deutlich, welchen Einfluss schon "kleine" eigene Maßnahmen haben können.
Die Ergebnisse der Schulworkshops fließen in die Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes ein.




