Der Landkreis Cochem-Zell

Moselschleife bei Bremm

Mosel-Eifel-Hunsrück - Drei Landschaften, ein Landkreis: Wenige kommunale Gebietskörperschaften haben diesen landschaftlichen Vorteil, der neben geographischer Abwechslung und Vielfalt auch die Bewohner dieser Region geprägt hat. Der Landkreis, der diese drei Landschaften einbindet, ist besonders durch die Steilhänge der Mosel geprägt, die vornehmlich zum Weinbau genutzt werden. Aber auch die Land- und Forstwirtschaft stellen insbesondere auf den Höhenlagen der Eifel und des Hunsrücks eine wichtige Einnahmequelle der Region dar. Besonders prägend ist der Tourismus, der Landkreis Cochem-Zell ist der tourismusintensivste Landkreis in Rheinland-Pfalz und in führender Position in Deutschland.  

Der Erhalt der einmaligen Kulturlandschaft ist eine wichtige Grundlage für den Erfolg als Tourismusregion. Um diese einmalige Kulturlandschaft aber auch unsere gesunde Umwelt zu erhalten engagiert sich Cochem-Zell sehr für ein gesundes Klima. So wird heute schon der gesamte Strombedarf des Landkreises aus regenerativen Energien gedeckt. Weiterhin hat Cochem-Zell verschiedene Projekte zum Klimaschutz angestoßen. So gehört er zu einen von bundesweit 25 Bioenergieregionen. Des Weiteren will Cochem-Zell sich zum Null-Emmissions-Landkreis entwickeln.

 

Landschaft und Geschichte

Das 720 qkm große Kreisgebiet schneidet von Südwesten nach Nordosten das windungsreiche Tal der Mosel, das die zwei weiteren naturräumlichen Haupteinheiten trennt, an denen der Landkreis Anteil hat: Den Hunsrück im Osten und die Eifel im Norden und Westen. Das Moseltal bildet dabei einen tiefen, streckenweise engen Einschnitt zwischen diesen beiden Mittelgebirgen. Die hierdurch gebildeten Steillagenterrassen bieten den Winzern die Möglichkeit, dort Reben anzubauen, aus denen hervorragende Weine erzeugt werden. Der Gegensatz von weiten Hochflächen und tief darin eingesenkten Moselseitentälern bestimmt den Charakter der Landschaft. So ragt der Calmont bei Bremm, Europas steilstem Weinberg, 300 m steil aus dem Flussbett hervor. Im Hochpochten, Eifel, erhebt sich über die 400 m hohe Hochfläche die Basaltkuppe des Höchstberges, mit 616 m ü. NN die höchste Erhebung des Landes. Rund 45% der Gesamtfläche des Kreises sind Waldbestand.

Nach dem Übergang von der römischen zur fränkischen Zeit gehörte das Kreisgebiet größtenteils zum karolingischen Reichsgut und stand im Hochmittelalter unter reichsunmittelbarer Herrschaft. Von 1294 bis 1794 übten die Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier die Herrschaft über den heutigen Landkreis aus. Die Eingliederung in den französischen Staat (Arrondissement Koblenz im Rhein-Mosel-Departement) wurde mit der preußischen Verwaltungseinteilung beendet. Im Jahre 1816 entstanden die Landkreise Cochem und Zell. Die heutigen Grenzen des Landkreises Cochem-Zell sind ein Ergebnis der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform vom 1969. Während der vormalige Landkreis Cochem in seiner Substanz erhalten blieb, wurden von dem ehemaligen Landkreis Zell der nördliche und mittlere Teil in den neuen Kreis Cochem-Zell eingegliedert.

Der Landkreis setzt sich heute zusammen aus der Verbandsgemeinde Cochem, Verbandsgemeinde Zell, Verbandsgemeinde Ulmen und der Verbandsgemeinde Kaisersesch.