Aktionswoche zur Fachkräftesicherung in der Altenpflege stieß auf großes Interesse

Schülerinnen und Schüler zu Besuch im Seniorenhaus Waldpark Blankenrath

Unter dem Motto „Bewegt – Gepflegt" - Zukunftsbranche Altenpflege – Alles andere als langweilig - startete in Cochem-Zell vom 14. bis 17. März 2016, zeitgleich mit den Landkreisen Vulkaneifel und Bernkastel-Wittlich, die zweite Pflegeaktionswoche.


 

Auch in diesem Jahr nutzten über 250 Schülerinnen und Schüler der kreiseigenen Schulen die Möglichkeit, einmal in die Pflegeberufe hinein zu schnuppern und sich so über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zu informieren.

Wie sieht der Alltag einer Pflegeperson aus? Welche Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten gibt es? Welche Berufsbilder gibt es im stationären, teilstationären und ambulanten Bereich? Neben vielen wichtigen Informationen über eine Ausbildung in der Altenpflege, konnten die jungen Leute vor allem Eindrücke aus dem Alltag einer Pflegeperson sammeln und so herausfinden, ob für sie eine Ausbildung in diesem Berufsfeld in Frage kommt. Darüber hinaus nutzten viele Jugendliche die Möglichkeit, sich in lockerer Atmosphäre sowohl mit den Heimbewohnern, als auch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtungen und Pflegedienste auszutauschen.

Die Aktionstage luden die jungen Leute vor allem zum Mitmachen und Erleben ein. Wie bewegt sich ein alter Mensch? Wie sieht und hört er? Und wie fühlt es sich an, auf andere Hilfe angewiesen zu sein? Anhand von speziellen Brillen und einem Alterssimulationsanzug konnten die Jugendlichen nachempfinden, wie sich das Leben - aber auch die Bedürftigkeit - im Alter anfühlt. Beim Rollstuhl- und Rollatorparcours erprobten die Jugendlichen verschiedene Hilfsmittel, die den Alltag der älteren Menschen sowie der Pflegepersonen erheblich erleichtern. Zudem wurden verschiedene Liftsysteme im Umgang mit mobilitätseingeschränkten Menschen vorgeführt und durch die Jugendlichen getestet. Auch die Vitalzeichenkontrollen, wie die Messung von Blutdruck, Puls und Blutzucker, durften an diesen Tagen nicht fehlen.

Demenz erleben

Was hat ein Huhn mit Pflege zu tun? Diese Frage stellten sich viele Schülerinnen und Schüler, die an den Aktionstagen teilnahmen. Sie wunderten sich vor allem beim Anblick des quicklebendigen Huhns, das sich bereitwillig streicheln und auf den Arm nehmen ließ. Was es damit auf sich hat, erfuhren die Jugendlichen im Laufe des Tages. Wie es wissenschaftliche Studien belegen, eignen sich Hühner besonders in der beschäftigenden Betreuung dementiell erkrankter Menschen. Die Bewegungen der Hühner beruhigen in angespannten Situationen und wecken Erinnerungen an das Leben in jüngeren Jahren.

Im unlogischen Raum konnten sich die jungen Leute in das Leben eines Demenzkranken hineinversetzen. Natürlich durfte auch die Begegnung mit den Bewohnern nicht fehlen. So wurden gemeinsame Bewegungs- und Beschäftigungsspiele ausprobiert.

Ziel der Aktionstage ist es, neben der Berufsorientierung auch Berührungsängste beim Thema Pflege abzubauen, soziale Kompetenzen zu schulen und für ein besseres Image dieses anspruchsvollen - aber durchaus abwechslungsreichen Berufes - bei den Schülerinnen und Schülern sowie den Berufsstartern zu werben.

Weitere Eindrücke der Aktionswoche:

Wohn- und Dienstleistungseinrichtung Kloster Ebernach in Cochem

Schülerinnen und Schüler testen den Rollstühlparcour aus
Der Alltagssimulator


Seniorenstift St. Katharina in Treis-Karden




Seniorenzentrum St. Josefheim Alf



Seniorenhaus Waldpark Blankenrath



Senioren-Zentrum Haus Seeblick in Ulmen

Parcourübungen
Schülerinnen und Schüler testen am eigenen Leib wie es sich anfühlt alt zu sein

Seniorenzentrum St. Josef in Kaisersesch

Schülerinnen und Schüler testen die Geräte eines Pflegeheims
Pflegeaktionswoche im Seniorenzentrum St. Josef in Kaisersesch


 
 
Ansprechpartner

Fachbereich 1 - Kreisentwicklung, Klimaschutz
Tel.: 02671/61-888
E-Mail: wirtschaftsfoerderung@cochem-zell.de

Kontaktformular