EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER


Was bedeutet LEADER?

Seit 1991 erprobt die Europäische Union mit der Gemeinschaftsinitiative LEADER einen gebietsbezogenen Entwicklungsansatz für die ländlichen Räume. LEADER steht für "Liasion entre actions de développement de I économie rurale" (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft). Angesichts der erfolgreichen Umsetzung des LEADER-Ansatzes in den bisherigen Förderperioden wird die LEADER-Förderung auch im neuen rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramm EULLE für den Zeitraum von 7 Jahren bis 2020 zur Stärkung der Region fortgeführt. EULLE bedeutet „Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung".

LEADER-Regionen orientieren sich nicht an administrativen Grenzen, sondern an einheitlichen Natur-, Wirtschafts- und Kulturräumen.


Was soll erreicht werden?

Die Probleme, denen sich ländliche Räume gegenübersehen, sind ähnlich. Häufig mangelt es an beruflichen Perspektiven und vor allem junge Menschen verlassen deshalb diese Regionen. Der mit den sinkenden Einwohnerzahlen einhergehende sukzessive Abbau der Infrastruktur kann zu weniger Lebensqualität führen. Auch globale Entwicklungen wie die Liberalisierung des Handels, neue Technologien und der Wandel des Agrarsektors führen zu Veränderungen.

Diesen Entwicklungen soll durch innovative Projekte im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative LEADER entgegengewirkt werden. Die Akteure des ländlichen Raumes sollen in einem partizipativen Ansatz Perspektiven entwickeln, wie ihre Region langfristig und nachhaltig attraktiv gestaltetet werden kann. Die Erfahrungen aus den vergangenen Förderperioden haben gezeigt, dass dieser Programmansatz dazu sehr geeignet ist.


Durch wen werden Projekte gefördert?

Für die Förderperiode 2014 – 2020 wurden 2015 in Rheinland-Pfalz alle 20 Regionen anerkannt. Der Landkreis Cochem-Zell gehört den folgenden drei LAGen (Lokale Aktionsgruppen) an: LAG Mosel, LAG Hunsrück und LAG Vulkaneifel. Erstmals ist der Landkreis mit allen Städten und Gemeinden in diesen LAGen vertreten.

Die Organisation und Begleitung nehmen Lokale Aktionsgruppen (LAGen) wahr. Das sind Zusammenschlüsse unterschiedlichster privater und öffentlicher Akteure der Region, die sich meist als Verein oder auch als privatrechtliche Gesellschaft organisieren. Die LAGen mit ihren Geschäftsstellen unterstützen und steuern den Entwicklungsprozess, sind Anlaufstelle für Projektideen und Projektanträge und bringen die verschiedenen Akteure in der Region zusammen. Sie können aber auch selbst Projekte initiieren und umsetzen.
Die LAGen haben jeweils den örtlichen Gegebenheiten angepasste Lokale Integrierte Ländliche Entwicklungsstrategien (LILE) mit experimentellem Charakter erstellt, die nun umgesetzt werden sollen. Insofern hat jede LAG ihr eigenes Leitbild, ihre eigenen Schwerpunkte und Handlungsfelder.



Was wird gefördert

Entscheidend für die Auswahl einer Projektidee/-antrag ist, wie gut sie die Region voranbringt und die Umsetzung der LILE unterstützt.


Wer wird gefördert?

Alle Interessierten wie Privatpersonen, Kommunen, Vereine, Verbände und Unternehmen.




 
 
Ansprechpartner
Fachbereich 1 - Kreisentwicklung, Klimaschutz
Ingrid Weiler-Görgen
Tel.: 02671/61-697
E-Mail: ingrid.weiler-goergen@cochem-zell.de