ZaC nach drei Jahren immer noch auf Erfolgskurs - U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz erklärt Weg zur erfolgreichen Fachkräftesicherung

Was können wir vom Fußball im Hinblick auf den Fachkräftemangel lernen? Die Antwort lautet: Eine ganze Menge!


 

Diese und weitere Fragen beantwortete Stefan Kuntz, Trainer der U21-Nationalmannschaft, den Besuchern im Rahmen der vierten ZaC-Konferenz in der Berufsbildenden Schule Cochem.

Landrat Manfred Schnur betonte in seiner Begrüßung: „Wir wollen heute Abend eine „Brücke schlagen" zwischen Fußball und Wirtschaft, denn hier gibt es ähnliche Herausforderungen und mehr Parallelen wie man vielleicht glaubt - gerade auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel".

Dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken ist ein erklärtes Ziel des Netzwerkes „Zukunftsallianz Cochem-Zell – kurz ZaC -, das sich vor drei Jahren gegründet hat. Das Netzwerk verfolgt das Ziel heimische Unternehmen demografiefest und damit fit für die Zukunft zu machen. Gleichzeitig möchte man Menschen in der Region halten oder zurückholen. Gründungsinitiatoren waren neben der Kreisverwaltung Cochem-Zell auch die Wirtschaftskammern (IHK, HWK), die Agentur für Arbeit, die Berufsbildende Schule Cochem sowie die Kreishandwerkerschaft.

Dass die Initiatoren mit diesem Netzwerk einen Volltreffer gelandet haben, zeigen allein die Zahlen. Insgesamt 115 Netzwerkpartner haben sich zwischenzeitlich angeschlossen. Zudem wurden allein im vergangenen Jahr 29 Veranstaltungen und Projekte organisiert, die von über 1.700 Teilnehmern besucht wurden. Doch es liegen noch viele Herausforderungen vor den Akteuren. Diesen möchte man sich als Team gemeinsam stellen. Denn genau wie beim Fußball kann man nur gewinnen, wenn alle das gleiche Ziel verfolgen und gemeinsam dafür kämpfen.

Dirk Barbye, Fachbereichsleiter der Kreisentwicklung bei der Kreisverwaltung Cochem-Zell, stellte den Besuchern die Aktivitäten der ZaC vor. Im Fokus stehe die Erstellung eines Clusters „Tourismus, Ernährung, Gesundheit, Wellness". „Wir haben bereits jetzt ein akutes Fachkräfteproblem! Daher müssen wir uns von anderen abheben. Dies werden wir nur erreichen, wenn wir auf Qualität setzen", erklärte Barbye und führte weiter aus: „Mit dem Cluster möchten wir neben der Fachkräftesicherung u.a auch neue Angebote initiieren, das Image steigern und für die Thematik der Unternehmensnachfolge sensibilisieren". Daneben seien Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen in Form von Studienexkursionen angedacht. Natürlich möchte die ZaC auch die bestehenden Projekte und Angebote fortführen und weiterhin ausbauen.

Als Höhepunkt des Abends zog Stefan Kuntz zahlreiche interessante Parallelen zwischen den Mitarbeitern eines Unternehmens und Fußballspielern. Er erläuterte, wie Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels junge Talente erkennen und langfristig an sich binden können. Neben einem angenehmen Arbeitsumfeld spielt vor allem die Kommunikation, die sich in den letzten Jahren stark verändert hat, eine sehr große Rolle. Dabei sei wichtig, dass sich auch die ältere Generation flexibel zeige. „Man muss alle Formen der Kommunikation nutzen. Doch es gibt keinen Ersatz für ein persönliches Gespräch", mahnte der Trainer. Gerade in Konfliktsituationen sei dies wichtiger denn je. Zudem sollte die Führungskraft auf die Bedürfnisse seines Teams eingehen und diese ernst nehmen. Auch wenn es darum gehe, dass die Spieler kurz vor dem Finale der Europameisterschaft fragen, ob es in Ordnung sei, einen Friseur aus Deutschland einfliegen zu lassen, müsse man – auch wenn es nicht leicht fällt - ruhig bleiben und dies annehmen, erzählte Kuntz schmunzelnd. Anhand dieser Anekdote und vielen weiteren Beispielen aus seinem Alltag als U21-National-Trainer, schaffte es Kuntz, die Zuhörer zu begeistern und gab ihnen viele praktische Tipps mit auf den Weg.


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