LAG Vulkaneifel: LEADER macht das Ehrenamt stark

Ohne Menschen, die sich in ihrer freien Zeit für ihr Gemeinwesen engagieren, läuft auf dem Land nichts.


 

Es muss nicht immer die ganz große Veränderung sein, die für mehr Lebensqualität sorgt. Gerade gute Ideen, die als überschaubare, ehrenamtliche Bürgerprojekte an den Start gehen, bewirken viel im Alltag der Menschen. Darum hat die LAG Vulkaneifel entschieden, zusätzlich 10.000 Euro an Unterstützung in den LEADER-Fördertopf zu geben. Somit stehen in der aktuellen Förderperiode 2020 insgesamt 30.000 Euro zur Verfügung.

Die LAG Vulkaneifel umfasst u.a. auch die VG Ulmen und Kaisersesch und die Eifelteile der VG Cochem.

Die Beantragung kennt wenig bürokratische Hemmnisse, es genügt eine formlose Interessensbekundung bei der LAG-Geschäftsstelle, die bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel angesiedelt ist: Welches ist die konkrete Idee, wer trägt das Projekt, welche Kosten entstehen und wann wird es realisiert? Es folgt eine Bewertung des Projektes durch die LAG. Wenn diese positiv ausfällt, wird zwischen dem Antragsteller und der LAG eine Zielvereinbarung getroffen. Das Projekt muss einschließlich der Kosten bis spätestens Mitte Oktober dokumentiert werden, dann erfolgt die Auszahlung der Fördermittel in Höhe eines Festbetrages von maximal 2000 Euro. Gefördert werden Sachkosten, die mit einem gemeinnützigen Anliegen verbunden sind, jedoch keine Personalkosten. Ausgenommen sind Feste oder bereits begonnene Vorhaben.

Was so nüchtern klingt, kann vor Ort die kreativsten und fantasievollsten Aktionen unterstützen. Vom Kochkurs für Jugendliche oder einer mobilen Apfelkelteranlage über die Neugestaltung einer Gemeindewiese oder eines Dorfplatzes bis zur neuen Mountainbike-Strecke für Kids ist alles förderfähig, was ehrenamtlich umgesetzt wird. Das zeigt die Liste der in der abgelaufenen Förderperiode 2019 realisierten Projekte. Mit dieser Vielfalt soll es aktuell weitergehen. Auch die Dorfkultur kann profitieren, zum Beispiel mit regionalen und örtlichen Text- oder Liedersammlungen oder mit Aktionen für ein lebendiges Brauchtum. Die Vulkaneifel ist reich an jahreszeitlichen Traditionen oder verschiedenen Mundarten. All das im modernen Alltag nicht in Vergessenheit geraten zu lassen macht ein Stück ihrer Unverwechselbarkeit aus und hilft, generationsübergreifenden Zusammenhalt aufzubauen.

Gerade in kritischen Zeiten wie jetzt angesichts der Corona-Pandemie zeigt sich, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist, um die Lebendigkeit der Vulkaneifel mit all ihren Facetten zu schützen und zu stärken. Deutlich wird auch, dass die Menschen in der Region gern Verantwortung übernehmen und für ihre Gemeinde oder ihre Nachbarschaft mit anpacken. Dafür braucht es Unterstützung – unkompliziert, niedrigschwellig und auch für Laien leicht verständlich.

„Wir möchten ausdrücklich auch jenen Ehrenamtlern Mut machen, sich an der LEADER-Förderung mit einem Antrag zu beteiligen, die damit noch keine Erfahrung haben", erläutert LEADER-Manager Markus Kowall. „Denn wichtig ist auch eine breite Streuung der Projekte, sowohl im Hinblick auf die räumliche Verteilung über den gesamten Bereich der LEADER-Region Vulkaneifel hinweg wie auf die Themen und Inhalte." Ausschlag gebend ist am Ende, dass das Ehrenamt in seiner Vielfalt einen Anschub erhält, um vor Ort sinnvolle Verbesserungen zu erreichen.

Anlaufstelle ist die bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel in Daun angesiedelte Geschäftsstelle mit Markus Kowall (LEADER-Manager) Tel.: 06592 / 933-578, E-Mail: markus.kowall@vulkaneifel.de und Lydia Weiler, E-Mail: lydia.weiler@vulkaneifel.de


 
 
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Tel.: 02671/61-888
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