Ländlicher Raum soll für seine Bewohner noch lebenswerter werden - Zusätzliche Bundesmittel für LEADER-Regionen zur Verbesserung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum

Nachdem erst kürzlich die LEADER-Regionen in Rheinland-Pfalz mit dem neuen Förderangebot für „Ehrenamtliche Bürgerprojekte" aufwarten konnten, wird nun eine weitere Fördermöglichkeit, die exklusiv den LEADER-Regionen zur Verfügung steht, angeboten.


 

Hintergrund ist die Einigung der Bundesländer, sich im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) auf die Sicherung der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen zu fokussieren. Rheinland-Pfalz reicht die Bundesmittel an die LEADER-Regionen weiter. Es stehen 2017 einschließlich Verpflichtungsermächtigungen rund 3,1 Mio. Euro zur Verfügung.

Konkret werden zwei neue Fördermöglichkeiten angeboten: Das als „GAK 8.0" bezeichnete Programm versucht „Kleinstunternehmen der Grundversorgung" anzusprechen und damit die Grundversorgung im Ländlichen Raum zu erhalten und zu verbessern. Hinter der sperrigen Bezeichnung der „Kleinstunternehmen der Grundversorgung" verbergen sich beispielsweise kleine selbstständige Einzelhändler oder Handwerksbetriebe wie Bäckereien und Metzgereien. „Kleinstunternehmen" sind Betriebe, die weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigten. Bei der Förderung gehe es um eine rund 40%ige Unterstützung der Anschaffung z.B. von Ausrüstungs- und Einrichtungsgegenständen oder auch um die Förderung von Beratung und Planung.

Die Maßnahme GAK 9.0 richtet sich an öffentliche und private Vorhabenträger. Hierbei geht es um die Förderung baulicher Maßnahmen, z.B. den Kauf und den Umbau von Gebäuden oder deren Inneneinrichtung. Denkbar sind beispielsweise Maßnahmen aus dem Bereich alternativer Wohnformen (z.B. Mehrgenerationenhaus, Betreuungsstätte) oder ein Begegnungsraum für Bewohner des ländlichen Raums. Auch öffentliche Einrichtungen zur Förderung der Dorfgemeinschaft oder der Dorfkultur sowie auch die Erhaltung, Umnutzung und Gestaltung von Gebäuden für gemeinschaftliche oder gemeindliche Zwecke können Gegenstand der Förderung sein. Besonderes Augenmerk könnte auf die Inwertsetzung von ortsplanerisch, kulturhistorisch oder denkmalpflegerisch besonders wertvollen öffentlichen Gebäuden gelegt werden. Kommunen können für ihre Maßnahmen 60%, private Antragsteller 40% Zuschuss erhalten. Die Abrechnung eines Vorhabens muss bis Ende Oktober 2017 erfolgen. Details zu den neuen Fördermöglichkeiten gibt es bei der Geschäftsstelle der LAG Mosel ab dem 17. Juli 2017.

Informationen zu den Fördermöglichkeiten und sämtliche Vordrucke sind zu finden unter

www.bernkastel-wittlich.de/lag-mosel.html

LAG Mosel Geschäftsstelle,
Kurfürstenstraße 59, 54516 Wittlich,
Zimmer: Gebäude M – M 106, Tel.: 06571-14 2262,
Fax: 06571/1442262,
Ansprechpartner: Philipp Goßler, 

E-Mail: Philipp.Gossler@Bernkastel-Wittlich.de


LEADER allgemein

LEADER ist die Abkürzung des französischen "Liaison entre actions de développement de l'économie rurale" und wird übersetzt mit "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raums". LEADER ist ein methodischer Ansatz der Regionalentwicklung, der es lokalen Akteuren ermöglicht, regionale Prozesse mit zu gestalten. So kann das Potential einer Region viel besser genutzt werden und erheblich zur Entwicklung der Region beitragen. Zentral in LEADER sind die sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAG). Sie sind ein Zusammenschluss von Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschafts- und Sozialpartner, der Zivilgesellschaft sowie der öffentlichen Verwaltung.

Die LAG Mosel hat unter dem Motto „WeinKulturLand Mosel Genuss – Vielfalt – Qualität" eine Entwicklungsstrategie erarbeitet. Für deren Umsetzung stellen die Europäische Union, das Land Rheinland-Pfalz und die Kommunen der Region Fördermittel zur Verfügung.

Die Handlungsfelder sind:

  • Genuss: Landschaft & Produkte
  • Vielfalt: Dörfer & Kultur
  • Qualität: Tourismus & Freizeit

Das Gebiet erstreckt sich auf das Moseltal zwischen Trier und Koblenz.

Gefördert durch die Europäische Union und das Land Rheinland-Pfalz im Rahmen des rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramms „Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung (EULLE)".


 
 
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