Der Tourismus blickt in die Zukunft

Der Tourismus blickt in die Zukunft _ Bildquelle: © VK Studio - stock.adobe.com

Wie kann die Branche gestärkt aus der Coronakrise hervorgehen? Lange haben die Tourismusbranche und insbesondere die Hotellerie- und Gastronomiebetriebe sowie die übrigen touristischen Leistungsanbieter im Landkreis Cochem-Zell darauf gewartet, endlich wieder eine Perspektive für einen „Neustart" zu bekommen.


 

Seit dem 18. Mai 2020 ist nun wieder Gastronomie und Beherbergung unter Beachtung der geltenden Hygienerichtlinien möglich.

Landrat Manfred Schnur nahm das Ende des „Lockdown" zum Anlass, um die Geschäftsführungen der Regionalagenturen Eifel, Mosel, Hunsrück und die hauptamtlichen Bürgermeister zu einem Strategiegespräch ins Kreishaus einzuladen und mit ihnen einen „Fahrplan" zu erarbeiten, wie die Branche gestärkt aus der Coronakrise hervorgehen kann.

Die Geschäftsführer der Regionalagenturen gaben zunächst eine Einschätzung zur aktuellen Lage ab. Demnach ist der Neustart, trotz der Auflagen, gut gelungen. Viele Betriebe sind positiv gestimmt und blicken voller Elan und Zuversicht in die Zukunft. Vielerorts wird erfreulicherweise bereits von einer hohen Buchungsnachfrage berichtet.

Nach dem Lagebericht wurde erörtert, wie sich der Landkreis gemeinsam mit den Regionalagenturen nachhaltig aufstellen kann, um seinen Betrieben eine langfristige wirtschaftliche Perspektive zu ermöglichen. Dabei wurde sich auf folgende Schwerpunkte geeinigt.


  1. Einhaltung Hygienevorschriften:

    Als touristische Destination müssen die gebotenen Hygienestandards mit großer Sorgfalt eingehalten und transparent kommuniziert werden. Die Gäste sollen sich in Sicherheit und gut aufgehoben wissen. Darüber hinaus bietet der Landkreis mit seinen weitläufigen Landschaften die besten Voraussetzungen, um einen entspannten und sicheren Urlaub individuell und ohne „Massentourismus" zu gestalten.


  2. Marketing / Saisonverlängerung:

    Die anwesenden Touristiker sind sich einig, dass im weiteren Verlauf des Jahres gezielt in Sachen „Marketing" nachgesteuert werden muss. Die Coronakrise und der wachsende Inlandstourismus bieten die Chance und gleichzeitig die wirtschaftliche Notwendigkeit, sich als Ganzjahresziel langfristig zu positionieren. Das „Tourismuscluster Eifel| Mosel| Hunsrück" beschäftigt sich bereits seit 2019 mit dem Thema „Wintersaison" und wird sich koordinierend um die Umsetzung kümmern. Hierzu fanden bereits seit März 2020 mehrere Videokonferenzen und ein Workshop mit Prof. Dr. Quak (Projekt M) statt. Aktuell wird mit den Hotellerie- und Gastronomiebetrieben und sonstigen touristischen Leistungsanbietern ein vielseitiges Programm und eine Kommunikationsstrategie ausgearbeitet, die noch vor den Sommerferien starten soll.


  3. Digitalisierung:

    Die Coronakrise hat gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung ist. Auch hier muss nachgesteuert werden, um beispielsweise Besucherströme gezielt lenken zu können und eventuellen Enttäuschungen bei den Gästen vorzubeugen. Mithilfe eines flächendeckenden Reservierungssystems, insbesondere bei den Freizeit- und Kultureinrichtungen, könnten lange Wartezeiten vermieden werden. Dies ermöglicht einen organisierten und strukturierten Urlaub, wovon nicht nur die Anbieter profitieren, sondern auch der Gast. Landrat Schnur sowie die hauptamtlichen Bürgermeister fordern dementsprechend seitens des Landes zusätzliche Mittel für die Digitalisierung der Regionalagenturen.

Im ständigen Austausch zwischen Regionalagenturen, Kreis und Verbandsgemeinden und mithilfe des „Tourismusclusters Eifel| Mosel| Hunsrück" soll alles dafür getan werden, damit die Betriebe und die gesamte Branche gestärkt aus der Krise hervorgehen und sich zukunftsfähig aufstellen können.


 
 
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Tel.: 02671/61-888
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