FAQ - Fragen & Antworten

Fragen und Antworten zum Coronavirus

Häufig erreichen uns Anfragen - sei es per E-Mail, Facebook oder per Anruf - rund um das Thema Corona. Hierzu haben wir einen Fragenkatalog (FAQ's) zusammengestellt, der die häufigsten Fragen abbildet. Die Fragen und Antworten werden jederzeit weiter ausgebaut und angepasst.

 

  1. Warum unterscheiden sich die Zahlen des Landkreises, des Landes und des Robert-Koch-Instituts?

  2. Welche rechtlichen Grundlagen sind gültig?

  3. Was bedeuten „Gefahrenstufe orange" oder „Alarmstufe rot"?

  4. Wer legt den Inhalt von Allgemeinverfügungen fest?

  5. Warum tritt eine Allgemeinverfügung erst nach Veröffentlichung in der Rhein-Zeitung in Kraft?

  6. Mit wie vielen Personen darf ich mich ohne Mindestabstand im öffentlichen Raum treffen?

  7. Welche Auswirkungen ergeben sich für die Hotellerie aufgrund der am 02. November 2020 in Kraft getretenen 12. Coronabekämpfungsverordnung?

  8. Zählen Gremiensitzungen zu Veranstaltungen?

  9. Ist der Landkreis Cochem-Zell in der Alarmstufe „Rot“ automatisch ein Risikogebiet?

  10. Wie geht es mit dem Schul- und Kitabetrieb weiter?

  11. Muss ich mich aktiv an das Gesundheitsamt wenden, wenn ich direkten Kontakt zu einer infizierten Person hatte? (K1 Personen)

  12. Wo kann ich mich testen lassen?

  13. Ist eine Teststation in Planung?

  14. Warum muss man als Kontaktperson trotz eines negativen Testes in der angeordneten häuslichen Quarantäne bleiben?

  15. Ab wann gilt jemand grundsätzlich als Genesen?

  16. Corona-Maßnahmen - Darf weiterhin gejagt werden?

  17. An welche Corona-Hotlines kann ich mich wenden?



    Ergänzungen vom 17.11.2020:


  18. Wie erfahre ich, ob mein Test positiv ist?

  19. Werde ich am Ende der Quarantänezeit nochmals getestet?

  20. Was ist der Unterschied zwischen einer Kontaktperson der Kategorie 1 und der Kategorie 2?

  21. Muss ich als Kontaktperson der Kategorie 1 in Quarantäne?

  22. Müssen die Personen, die mit mir in einem Haushalt wohnen auch in Quarantäne, wenn ich Kontaktperson der Kategorie 1 bin?

  23. Wie verhalte ich mich, wenn ich in der Quarantänezeit Symptome bekomme?

  24. Ist ein Test bei Personen ohne jedes Krankheitszeichen sinnvoll?

  25. Was versteht man unter Isolierung, was unter Quarantäne?

  26. Wann muss man in behördlich angeordnete Quarantäne?

  27. Wie funktioniert der Meldeweg? Welche Informationen zu den Erkrankten werden an das RKI übermittelt?

  28. Wie funktioniert die Corona Warn-App?




  1. Warum unterscheiden sich die Zahlen des Landkreises, des Landes und des Robert-Koch-Instituts?

    Des Öfteren kommt es bei den gemeldeten Infektionszahlen zur Verwirrung.

    Um hier eine einheitliche Lösung zu finden, wurde sich darauf verständigt, dass alle Gesundheitsämter in RLP ihre Zahlen mit Stand 14:00 Uhr melden.

    Das Land leitet abschließend diese Fallzahlen dem Robert-Koch-Institut (RKI) zu. Auf der Seite des RKI werden diese Zahlen immer mit Stand 00:00 Uhr veröffentlicht.



  2. Welche rechtlichen Grundlagen sind gültig?

    Grundsätzlich gilt immer die aktuelle Coronabekämpfungsverordnung des Landes RLP.




  3. Was bedeuten „Gefahrenstufe orange" oder „Alarmstufe rot"?

    Dies sind Bezeichnungen für Warnstufen, die in Kraft treten, wenn ein bestimmter Inzidenzwert erreicht wurde. Das ist der Wert der Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen im Verhältnis zu 100.000 Personen. Er wird für den Landkreis wiefolgt berechnet: Gesamtzahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage * 100.000 / 61.375 (Anzahl der Einwohner im Landkreis Cochem-Zell). Es gibt folgende Stufen:

    20 – 34 „Warnstufe Gelb"

    35 – 49 „Gefahrenstufe Orange"

    >= 50 „Alarmstufe Rot

    Nach dem Corona Warn- und Aktionsplan des Landes tritt die lokale Task-Force zusammen, um die konkreten Maßnahmen abzustimmen. Dies können Empfehlungen sein oder aber rechtsverbindliche Maßnahmen, die dann in Form von Allgemeinverfügungen erlassen werden.




  4. Wer legt den Inhalt von Allgemeinverfügungen fest?

    Der Warn- und Aktionsplan des Landes Rheinland-Pfalz legt fest, dass alle Maßnahmen mit der „lokalen Corona Task Force" abzustimmen sind, zu der nicht der Landkreis, sondern das Land einberuft. Neben dem Präsidenten des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung gehören hierzu seitens des Landes Vertreter von Innenministerium, Bildungsministerium, ADD und der Polizei. Vom Kreis sind vertreten der Landrat, Vertreter des Gesundheitsamtes sowie der Ordnungsbehörde. Nach einer fachlichen Beurteilung des lokalen Infektionsgeschehens werden die passgenauen Maßnahmen abgestimmt und in einer Allgemeinverfügung formuliert. Nach einer schriftlichen Bestätigung durch das Land wird die Allgemeinverfügung dann veröffentlicht.





  5. Warum tritt eine Allgemeinverfügung erst nach Veröffentlichung in der Rhein-Zeitung in Kraft?

    Rechtlich gesehen, muss der Landkreis Cochem-Zell ein Bekanntmachungsorgan festlegen, indem öffentliche Bekanntmachungen - in diesem Fall die Allgemeinverfügungen - veröffentlicht werden. In der Hauptsatzung wurde festgelegt, dass die Rhein-Zeitung das Veröffentlichungsorgan des Landkreises ist. Als Veröffentlichungsorgan eignet sich die Rhein-Zeitung als täglich erscheinende Zeitung am besten. Dies bietet den Vorteil, schnellstmöglich öffentliche Bekanntmachungen zu veröffentlichen. Eine weitere Tageszeitung existiert im Landkreis nicht.

     

    Bei der Bekanntmachung handelt es sich lediglich um eine rechtlich Vorgabe, das heißt nicht, dass die Informationen nicht auch auf unserer Internetseite rechtzeitig veröffentlich werden. Allen Bürgerinnen und Bürgern steht die Allgemeinverfügung auf unserer Internetseite sowie auf Facebook zur Verfügung.





  6. Mit wie vielen Personen darf ich mich ohne Mindestabstand im öffentlichen Raum treffen?

    Hier gilt die 12. Coronabekämpfungsverordnung des Landes
    -    Ohne Mindestabstand: mit Personen des eigenen Hausstandes oder mit maximal zwei Hauständen, die jedoch die Anzahl von 10 Personen nicht übersteigt.
    -    Darüber hinaus: Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m.



  7. Welche Auswirkungen ergeben sich für die Hotellerie aufgrund der am 02. November 2020 in Kraft getretenen 12. Coronabekämpfungsverordnung?

    Hotels müssen bis zum 30. November schließen. Sie können bei Bedarf ausschließlich für den nicht touristischen Reiseverkehr unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen öffnen.




  8. Zählen Gremiensitzungen zu Veranstaltungen?

    Nein, um weiterhin demokratisch handlungsfähig zu bleiben, sind Gremiensitzungen nach § 2 Abs. 2 der 12. Coronabekämpfungsverordnung unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften ausdrücklich erlaubt.




  9. Ist der Landkreis Cochem-Zell in der Alarmstufe „Rot“ automatisch ein Risikogebiet?

    Ja, sobald die Alarmstufe rot erreicht ist, ist ein Gebiet als Risikogebiet einzustufen.



  10. Wie geht es mit dem Schul- und Kitabetrieb weiter?

    Schulen und Kitas bleiben weiterhin geöffnet. In allen Schulen gilt während der gesamten Schulzeit, einschließlich des Unterrrichts, eine Maskenpflicht. Ausgenommen davon sind Grundschulen, die Primarstufe an Förderschulen sowie Schulen mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung oder dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung. Für Kitas sind aktuell keine Änderungen vorgesehen.




  11. Muss ich mich aktiv an das Gesundheitsamt wenden, wenn ich direkten Kontakt zu einer infizierten Person hatte? (K1 Personen)

    Das Gesundheitsamt ermittelt zusammen mit der infizierten Person mögliche Kontaktpersonen und bestimmt das konkrete Gefährdungspotential. Mögliche Kontaktpersonen der ersten Kategorie werden aktiv vom Gesundheitsamt kontaktiert.



  12. Wo kann ich mich testen lassen?
    Grundsätzlich können Sie sich bei den niedergelassenen Ärzten testen lassen, die hierfür zuständig sind. 
    Zudem hat die Kassenärztliche Vereinigung RLP eine Seite zu den Corona Anlaufstellen veröffentlicht: https://www.kv-rlp.de/patienten/wegweiser-coronavirus/corona-anlaufstellen/




  13. Ist eine Teststation in Planung?

    Nach Rückmeldung der Ärzteschaft konnte festgestellt werden, dass die Testungen von Patienten mit Symptomen von den niedergelassenen Hausärzten im Landkreis Cochem-Zell in ihren eigenen Praxen erfüllt werden kann.

    Seitens des Landkreises werden weiterhin Räumlichkeiten für eine Corona-Teststation vorgehalten und eingerichtet, die dann bei Bedarf zur Verfügung stehen. Wir hoffen und gehen jedoch aus, dass keine Katastrophensituation eintritt.

    Auch das Gesundheitsamt führt zahlreiche Testungen von Personen ohne Symptome durch. Hierunter fallen die Testungen aller Kontaktpersonen der Kategorie 1, die Testungen von Personen in Einrichtungen oder aber auch die Testung von Personen, die eine Meldung über die Corona-Warnapp erhalten haben.


  14. Warum muss man als Kontaktperson trotz eines negativen Testes in der angeordneten häuslichen Quarantäne bleiben?

    Grundsätzlich werden die Kontaktpersonen ohne Symptome durch das Gesundheitsamt getestet. Das hat den Hintergrund, dass man möglichst schnell feststellen möchte, ob eine Ansteckung erfolgt ist. Denn nicht jede Person, die sich mit Covid-19 angesteckt hat, hat dann auch wirklich Symptome.
    Ziel der Testungen ist dann wiederum, möglichst schnell weitere Kontakte ermitteln zu können. Wir wissen aber auch, dass Covid-19 eine sogenannte Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen haben kann. Die Inkubationszeit ist die Zeit zwischen dem Kontakt mit dem Virus bis zum tatsächlichen Infizieren. Da ein Test immer nur eine Momentaufnahme ist und die genannte Inkubationszeit bis zu 14 Tagen beträgt, muss davon ausgegangen werden, dass man auch  noch während dieser 14 Tage erkranken kann. Daher ist es sehr wichtig auch trotz eines negativen Tests noch die Quarantäne einzuhalten.





  15.  Ab wann gilt jemand grundsätzlich als genesen?

    Eine infizierte Person (Indexperson) gilt grundsätzlich nach einer 10-gigen Quarantäne als genesen. Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn nicht innerhalb der letzten 48 Stunden vor Ende der Quarantäne, Symptome auftreten oder noch bestehen.




  16. Corona-Maßnahmen - Darf weiterhin gejagt werden?

    Die Einzeljagd und Gesellschaftsjagden (Jagden mit mehr als drei Jagdausübenden) sind weiterhin erlaubt.  

    Für Gesellschaftsjagden gelten keine Personenobergrenzen. Die Jagdleitung hat jedoch sicherzustellen, dass Maßnahmen zur Einhaltung des Abstandsgebotes ergriffen werden. Empfohlen werden Abstandsmarkierungen, die einen Mindestabstand von 1,5 Metern sicherstellen. Die Einhaltung der "AHA-Regeln" (Abstand einhalten - Hygieneregeln beachten - Alltagsmaske tragen) ist Voraussetzung zur Teilnahme an der Jagd.  

    Ohne Mindestabstand dürfen nur kleine Gruppen von maximal 10 Personen aus zwei Haushalten zusammentreffen.

    Weitergehende Hygienemaßnahmen, wie beispielsweise der Verzicht auf persönliche Nahkontakte (z.B. Händeschütteln und Husten sowie Niesen in die Armbeuge) sind obligatorisch.

    Unmittelbar durch die Teilnahme an Gesellschaftsjagden oder auch zum Zwecke der Einzeljagd verursachte Übernachtungen gelten nicht als touristischer Reiseverkehr und sind unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen zulässig.  

    Im Übrigen gilt das Hygienekonzept für Gesellschaftsjagden.




  17. An welche Corona-Hotlines kann ich mich wenden?

    - Corona-Hotline Kreisverwaltung Cochem-Zell: 02671/61-400
       Montag bis Donnerstag von 8:00 – 16:00 Uhr
       Freitag von 8:00 bis 13:00 Uhr
       Samstag und Sonntag von 10:00 bis 13:00 Uhr

    - Bürgertelefon Bundesministerium für Gesundheit: 030/346 465 100
       Montag bis Donnerstag von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
       Freitag von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr

    - Bürgertelefon Land Rheinland-Pfalz: 0800/5758100
       Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
       Samstag und Sonntag von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr

    - Hotline Fieberambulanz Rheinland-Pfalz: 0800/9900400 (24-Stunden-Hotline)

    - Hotline Kassenärztliche Vereinigung: 06131/326-326
      Fax: 06131/326-327, E-Mail:
    kv-hotline@kv-rlp.de
     

    Montag bis Donnerstag von 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr
      Freitag von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr

    - Technische Hotline zur Corona-Warn-App: 0800/7540001
       Montag bis Samstag von 7:00 Uhr bis 22:00 Uhr
       (außer an bundesweiten Feiertagen)

    - TAN-Hotline der Corona-Warn-App: 0800/7540002
       Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 22:00 Uhr
       Samstag und Sonntag von 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr
       Ist behilflich bei der Eingabe der TAN, wenn Sie ein positives  
       Testergebnishaben und wenn Sie keine TAN oder kein Dokument mit
       QR-Code erhalten haben.




  18. Wie erfahre ich, ob mein Test positiv ist?

    Auf jeden Fall immer über einen Anruf des zuständigen Gesundheitsamtes, da dieses direkt vom Labor die positiven Befunde zugesendet bekommt.

    - Test in einer der Corona-Ambulanzen: Durch einen Anruf des zuständigen Gesundheitsamtes. Bei Nutzung der App auch über diese.

    - Test beim Hausarzt: Durch einen Anruf des zuständigen Gesundheitsamtes. Evtl. durch den Hausarzt oder die App.

    - Testung durch das Gesundheitsamt: Durch einen Anruf des zuständigen Gesundheitsamtes. Bei Nutzung der App auch über diese.

    Wichtiger Hinweis: Bitte erfragen Sie Ihr Testergebnis nicht über die Corona-Hotline oder das Corona-Postfach. Hier erhalten Sie keine Auskunft.




  19. Werde ich am Ende der Quarantänezeit nochmals getestet?

    Grundsätzlich nicht. Es wird keine erneute Testung durchgeführt.

    Bei K1 Personen, die medizinisches Personal sind, sind jedoch zwei negative Tests zum Ende der Quarantäne erforderlich.




  20. Was ist der Unterschied zwischen einer Kontaktperson der Kategorie 1 und der Kategorie 2?

    Kontaktpersonen der 1. Kategorie standen im engen Kontakt mit einer nachweislich an Corona erkrankten Person. Dazu zählen Personen, die mindestens 15 Minuten einen Face-to-Face-Kontakt mit einer infizierten Person hatten, z.B. bei einem Gespräch oder in geschlossenen Räumen, wo der Mindestabstand nicht eingehalten wurde. Dies können vor allem Personen des eigenen Hausstandes sein. Auch zählen Personen zur 1. Kategorie, wenn Sie in Kontakt mit Körperflüssigkeiten einer erkrankten Person kamen, d.h. durch Anhusten, Niesen oder Küssen.

    Beispiel: Lisa ist nachweislich an Covid-19 erkrankt. Am Tag vor Beginn der ersten Symptome hat sie an einer Besprechung teilgenommen. Die Besprechung fand mit einem Kollegen statt. Es wurde keine Maske getragen und die Besprechung dauerte 1,5 Stunden. Somit gilt der Kollege von Lisa als Kontaktperson der 1. Kategorie.

    Kontaktpersonen der 2. Kategorie hatten keinen engen Kontakt (weniger als 15 Minuten Face-to-Face Kontakt) zu einer nachweislich an Corona erkrankten Person und weisen keine Krankheitssymptome auf.

    Beispiel: Lisa ist nachweislich an Covid-19 erkrankt. Am Tag vor Beginn der ersten Symptome hat sie mit einem Kollegen auf Abstand 5 Minuten gesprochen. Somit gilt der Kollege von Lisa zur Kontaktperson der 2. Kategorie.




  21. Muss ich als Kontaktperson der Kategorie 1 in Quarantäne?

    Ja. Kontaktpersonen der Kategorie 1 müssen sich unverzüglich nach der Mitteilung des Gesundheitsamts und bis zum Ablauf des 14. Tags nach dem vom Gesundheitsamt mitgeteilten letzten Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Fall in Quarantäne begeben, sofern keine anderweitige Anordnung des Gesundheitsamts erfolgt.





  22. Müssen die Personen, die mit mir in einem Haushalt wohnen auch in Quarantäne, wenn ich Kontaktperson der Kategorie 1 bin?

    Nein. Personen die mit einer Kontaktperson der 1. Kategorie in einem Haushalt wohnen, zählen zur Kontaktperson der 2. Kategorie. Sie dürfen sich weiterhin frei im Rahmen der geltenden Gesetze bewegen. Es wird jedoch eine räumliche Trennung innerhalb der Wohnung empfohlen.





  23. Wie verhalte ich mich, wenn ich in der Quarantänezeit Symptome bekomme?

    Kontaktieren Sie sofort Ihr Gesundheitsamt, wenn Sie sich krank fühlen oder Symptome haben wie Husten, Schnupfen, Fieber, infektionsbedingte Atemnot.

    Wichtig ist, dass Sie Ihren Gesundheitszustand genau beobachten:
    - Messen Sie täglich Ihre Körpertemperatur.
    - Führen Sie ein Tagebuch, in dem Sie Symptome und Körpertemperatur eintragen.

    Kontaktieren Sie Ihren Haus- oder Facharzt, wenn Sie dringend Medikamente benötigen oder rufen Sie den Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Telefonnummer 116 117 an und sagen Sie, dass Sie unter Quarantäne stehen. Bei medizinischen Problemen, die zur Nichteinhaltung der Quarantäne führen können, informieren Sie Ihr Gesundheitsamt.

    Bei akuten lebensbedrohlichen Erkrankungen, Vergiftungen oder schweren Verletzungen wählen Sie den Notruf 112 und sagen Sie, dass Sie unter Quarantäne stehen!


  24. Ist ein Test bei Personen ohne jedes Krankheitszeichen sinnvoll?

    Eine Labordiagnostik sollte in der Regel nur bei Krankheitszeichen und Erfüllung der Testkriterien durchgeführt werden. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf SARS-CoV-2 nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. Für Ausnahmen siehe Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 sowie die Nationale Teststrategie für Deutschland.  

    Zum Umgang mit einer Warnmeldung durch die Corona-Warn-App siehe die Antworten auf häufig gestellte Fragen unter www.rki.de/covid-19-warnapp und die Empfehlungen für niedergelassene Ärzte zum Umgang mit Personen mit der Meldung "erhöhtes Risiko" bei der Corona-Warn-App.



  25. Was versteht man unter Isolierung, was unter Quarantäne?

    Eine Isolierung oder Quarantäne soll durch Reduktion von Kontakten zu anderen Personen die Verbreitung eines Krankheitserregers, z.B. des SARS-CoV-2 Virus, verhindern.
    Die Isolierung ist eine behördlich angeordnete Maßnahme bei Patienten mit bestätigter SARS-CoV-2 Infektion. Sie kann je nach Schweregrad der Erkrankung sowohl häuslich (siehe Flyer für Patienten und Angehörige)
    als auch stationär erfolgen. Die Entlassung aus der Isolierung erfolgt nach bestimmten Kriterien, i.d.R. wenn von einer Weiterverbreitung nicht mehr auszugehen ist.
    Die Quarantäne ist eine zeitlich befristete Absonderung von ansteckungsverdächtigen Personen oder von Personen, die möglicherweise das Virus haben. Dabei handelt es sich meist um Kontaktpersonen von Erkrankten sowie um Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Die Quarantäne kann sowohl behördlich angeordnet sein als auch freiwillig erfolgen (siehe auch das Merkblatt für häusliche Quarantäne)
    .



  26. Wann muss man in behördlich angeordnete Quarantäne?

    Eine Quarantäne wird dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat. Ein solches Risiko liegt vor, wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein enger Kontakt bedeutet hauptsächlich, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.

    Bei medizinischem Personal gibt es die Möglichkeit, die Empfehlungen bei Personalmangel anzupassen, siehe Optionen zur vorzeitigen Tätigkeitsaufnahme von Kontaktpersonen unter medizinischem Personal in Arztpraxen und Krankenhäusern bei relevantem Personalmangel.

    Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken.

    Für weitere Informationen siehe auch RKI-Empfehlungen zum Umgang mit Kontaktpersonen. Die Beurteilung des Ansteckungsrisikos und damit die Anordnung und Aufhebung der Quarantäne obliegt im Einzelfall dem zuständigen Gesundheitsamt.





  27. Wie funktioniert der Meldeweg? Welche Informationen zu den Erkrankten werden an das RKI übermittelt?

    Die Ärztin oder der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf COVID-19 stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG)
    melden (siehe dazu die Empfehlungen zur Meldung von Verdachtsfällen von COVID-19). Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden.

    Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt spätestens innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Dabei müssen auch Name, Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person dem Gesundheitsamt gemeldet werden, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren kann und die notwendigen Maßnahmen (z.B. Isolierung der betroffenen Person, Ermittlung von Kontaktpersonen) einleiten kann. Der Meldeweg vom Arzt oder Labor zum Gesundheitsamt läuft derzeit noch routinemäßig per Fax, selten per Telefon oder E-Mail. Dabei nutzen die Labore in der Regel automatisiert aus der Meldesoftware heraus erstellte Faxe. Seit Mitte Juni 2020 haben Labore die Möglichkeit, Erregernachweise von SARS-CoV-2 elektronisch an das zuständige Gesundheitsamt zu melden (erste Ausbaustufe des Deutschen Elektronischen Melde- und Informationssystems für den Infektionsschutz DEMIS).

    COVID-19-Fälle, die die Falldefinition des RKI erfüllen, müssen vom zuständigen Gesundheitsamt spätestens am nächsten Arbeitstag elektronisch an die zuständige Landesbehörde und von dort spätestens am nächsten Arbeitstag an das RKI übermittelt werden, allerdings ohne Name, Wohnort und Kontaktdaten der Betroffenen. In der aktuellen Lage übermitteln die meisten Gesundheitsämter früher und häufiger als gesetzlich vorgesehen, meist täglich und auch am Wochenende. Allerdings kann es bei der Übermittlung der Fälle auch zu einem Melde- und Übermittlungsverzug von einigen Tagen kommen. Siehe dazu auch „Warum sind die Fallzahlen am Wochenende geringer als an Arbeitstagen?" und „Wie entsteht die Diskrepanz zwischen Inzidenzen der Landkreise den Angaben des RKI-Dashboards?".

    Dabei können – sofern sie dem Gesundheitsamt vorliegen – auch zusätzliche Informationen übermittelt werden, z.B. Erkrankungsbeginn, wahrscheinlicher Infektionsort, Symptome und ob der/die Betroffene ins Krankenhaus oder auf eine Intensivstation eingewiesen worden ist. Die Daten werden vom RKI ausgewertet und dargestellt. In vielen Fällen sind diese Informationen aber nicht vollständig, weil sie zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht vorliegen und von den Gesundheitsämtern erst ermittelt werden müssen. Bei COVID-19 kann es vorkommen, dass zunächst mild erkrankte Personen erst einige Tage später schwer erkranken und im Krankenhaus behandelt werden müssen, diese Information zum Verlauf aber den Gesundheitsämtern nicht immer vorliegt. Wenn es in einzelnen Gesundheitsämtern zu einem rasanten Anstieg der Meldungen wegen eines Ausbruchs kommt, kann die Ermittlung der Angaben und Übermittlung der Fälle auch länger dauern, da die Gesundheitsämter dann vor allen Dingen den Ausbruch stoppen müssen. Siehe auch  "Wie erfassen Gesundheitsämter Fälle, Ausbrüche und Infektionsumstände?" und "Wie werden Todesfälle erfasst?".



  28. Wie funktioniert die Corona Warn-App?

    Seit dem 16.06.2020 ist die deutsche Corona-Warn-App verfügbar. Die App wird vom Robert Koch-Institut für die Bundesregierung herausgegeben. Ein zentraler Bestandteil der Bekämpfung jeder Pandemie ist das Unterbrechen der Infektionsketten. Die Corona-Warn-App kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten und die zentrale Arbeit der Gesundheitsämter beim Nachverfolgen der Kontakte unterstützen. Das RKI nimmt bei der Corona-Warn-App eine Doppelrolle ein: Es leistet einen fachlichen Beitrag bei der Ausgestaltung der App und ist als Herausgeber auch dafür verantwortlich, die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit sorgfältig zu prüfen. 

    Weitere Informationen, darunter Antworten auf häufig gestellte Fragen und aktuelle Kennzahlen der App (z.B. Downloadzahlen) sind unter
    www.rki.de/covid-19-warnapp und www.coronawarn.app/de  abrufbar.






Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite des Landes Rheinland-Pfalz unter: https://corona.rlp.de/de/service/faqs/

sowie unter folgenden Seiten:



























 





 










 

 

 



 

 

 

 

 

 


 

 


 
Anschrift

Gesundheitsamt
Endertplatz 2
56812 Cochem

E-Mail: gacorona@cochem-zell.de


Corona-Hotline

02671/61-400

  • Montag - Donnerstag: 08:00 - 16:00 Uhr
  • Freitag: 08:00 - 13:00 Uhr
  • Samstag-Sonntag: 10:00 - 13:00 Uhr


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Erstattung eines Verdienstausfalls nach § 56 IfSG

Hinweis für den Fall, dass vom Gesundheitsamt nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG), §§ 30, 31, 42 IfSG, eine Quarantäne/Absonderung bzw. ein Tätigkeits- und Beschäftigungsverbot angeordnet wurde.


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