Erfreuliche Bilanz des ersten BIG-Jahres

Erste Orte können in wenigen Tagen mit Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s auf das Internet zugreifen. Am Nikolaustag vor einem Jahr haben die Verbandsgemeinden, der Landkreis Cochem-Zell, das saarländische Telekommunikationsunternehmen inexio, die RWE Deutschland AG, die Energieversorgung Mittelrhein und die mps public solutions GmbH  den Gesellschaftervertrag der Breitband-Infrastrukturgesellschaft unterzeichnet. Das Ziel: Innerhalb von zwei Jahren den flächendeckenden Breitbandausbau im Landkreis Cochem-Zell zu realisieren.

 

Das ambitionierte Projekt kann nun die erste erfreuliche Jahresbilanz ziehen. Im Frühjahr konnte die Gesellschaft gegründet werden und ihre operative Tätigkeit aufnehmen – vorgeschaltet fand noch die kartellrechtliche Prüfung statt. Inzwischen stehen die ersten Orte kurz vor der Anschaltung an das überregionale Backbone. Pünderich, Bremm und Mesenich werden in den nächsten Tagen die drei ersten Ortslagen sein, in denen inexio als Telekommunikationsunternehmen hochwertige Telefonie- und Internetdienste anbieten wird. In den nächsten Wochen folgen dann weitere 12 Ortslagen, in denen die Tiefbau­maß­nahmen weitestgehend abgeschlossen sind. Bis Mitte des nächsten Jahres folgen dann weitere 30 Ortslagen, bei denen zum Teil bereits die ersten Arbeiten begonnen haben.

Bürgermeister Karl-Heinz Simon, Verbandsgemeinde Zell, dessen Heimatort zu den ersten Gemeinden gehört, der nun an die „schnelle Datenautobahn“ angebunden wird, unterstreicht die Wichtigkeit des Breitbandausbaus für die zukünftige Entwicklung der Städte und Dörfer im Landkreis. „Bei unserem Gemeinschaftsprojekt schnelles Internet für ALLE geht es darum, die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft unserer Region an der Mosel, in der Eifel und im Hunsrück auf Grün zu stellen. Die Unternehmen brauchen die Datenautobahn genauso wie die Bildungseinrichtungen und die Menschen zuhause. Auch zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen ist schnelles Internet unumgänglich. Beim Verkauf von Bauplätzen für Eigenheime oder Gewerbeflächen steht die Frage nach der Breitbandversorgung gleichberechtigt neben Strom und Wasser, wird also vorausgesetzt. Ohne Breitband geht nichts! Das Gleiche gilt auch für Mietwohnungen, die auf dem Markt ein echtes Problem haben, wenn die Internetanbindung zu langsam ist. Und die Wirtschaft beschwert sich zu Recht, dass vielfach keine ausreichende Datengeschwindigkeit vorhanden ist, um zum Beispiel Konstruktionspläne mit großem Datenvolumen zu verschicken. Unser gemeinsames Breitbandprojekt steht für die Breitbandversorgung  aller Nachfrager in allen Gemeinden unseres Landkreises!"

Landrat Manfred Schnur freut sich über die Dynamik des Projektes: „Nachdem in den ersten Wochen durch die juristischen Prüfungen noch wenig Zug herrschte, haben wir inzwischen ein gutes Arbeitstempo angeschlagen. Leider haben wir es zwar nicht mehr geschafft, die geplanten 15 Ortsnetze in diesem Jahr komplett fertig zu stellen – werden das aber schnellstmöglich in 2013 realisieren.“

Auch Thomas Hill, Geschäftsführer der Breitbandinfrastrukturgesellschaft ist sich sicher, die wenigen Wochen Projektverzug schnell aufzuholen: „Wenn die Witterung mitspielt, werden wir bis Mitte des nächsten Jahres den jetzt vorhandenen zeitlichen Verzug aufholen können. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den Menschen im Landkreis schnellstmöglich einen modernen und leistungsfähigen Zugang zum Internet zu ermöglichen.“

Das saarländische Telekommunikationsunternehmen inexio, das gleichzeitig Mieter dieses Breitbandnetzes ist,  steht mit seinem Angebot in den Startlöchern. „Unsere Kunden werden verständlicherweise ungeduldig“, erklärt Thorsten Klein, persönlich haftender Gesellschafter von inexio. „Doch wir möchten nicht die schnellsten am Markt sein, sondern diejenigen, die nachhaltig ein adäquates Angebot machen können. Sorgfalt geht da definitiv vor Schnelligkeit.“



 

 
 
Die Gesellschafter