Freiherr-vom-Stein-Plakette 2019 verliehen

Die Freiherr-vom-Stein-Plakette ist eine der höchsten Ehrungen des Bundeslandes Rheinland-Pfalz und wird nur alle drei Jahre vergeben.

 

Gleich vier Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Cochem-Zell wurden Ende Oktober im Rahmen einer Feierstunde durch Innenminister Roger Lewentz in Lahnstein ausgezeichnet.

Gerd Grünewald ist seit bereits 1974 – mit Unterbrechungen – in seiner Heimatgemeinde Bruttig-Fankel kommunalpolitisch tätig. Während seiner langjährigen Tätigkeit als Ratsmitglied und Beigeordner wurden beachtliche Dorfprojekte verwirklicht, bei deren Umsetzung er maßgeblich mit Initiative und Tatkraft mitgewirkt hat. Mit Grünewald wurde ein sehr verdienter Kommunalpolitiker ausgezeichnet, der sich stets mit großem Engagement für die Belange der Allgemeinheit einsetzt. Grünewald ist auch in verschiedenen örtlichen Vereinen tätig.

Die kommunalpolitische Vita von Alois Hansen aus Blankenrath ist lang. So engagiert er sich bereits seit 50 Jahren mit großem Engagement und Sachverstand für die Weiterentwicklung der Gemeinde, der Verbandsgemeinde und des Landkreises und hat damit die Entwicklung seiner Heimat auf allen kommunalen Ebenen mitgeprägt. So war er z.B. 40 Jahre lang ununterbrochen Mitglied des Kreistages Cochem-Zell und hat zudem in vielen Ausschüssen des Kreises mitgearbeitet und in dieser Zeit viele wichtige und zukunftsweisende Beschlüsse mit gefasst. Auch auf Verbandsgemeindeebene ist Hansen zu einer festen Institution geworden. Nachdem er zunächst als Beigeordneter tätig war, ist er in diesem Jahr bereits zum dritten Mal zum Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Zell gewählt worden. Seiner Leidenschaft zur Musik kommt er seit über 40 Jahren als Organist in der heimischen Kirche nach.

Bernhard Rodenkirch engagiert sich seit 40 Jahren in unterschiedlichen kommunalen Parlamenten auf Landkreis– und Verbandsgemeindeebene. Seine Stärke war und ist der Blick über den „Tellerrand" hinaus und damit verbunden auch seine Toleranz. In seiner 20-jährigen Amtszeit als Ortsbürgermeister seiner Heimatgemeinde Gillenbeuren setzte er nachhaltig Akzente, wobei ihm Toleranz und Integration stets besondere Anliegen waren. Jung und Alt zu verbinden prägte seine Arbeit innerhalb der Gemeinde. Sein Augenmerk lag auf der Erhaltung und Gestaltung eines „grünen Dorfes" mit außergewöhnlichem Baumbestand im Ortskern.
Als Nebenerwerbslandwirt kennt Rodenkirch auch die Chancen und Herausforderungen der Landwirtschaft genau. Seit 1965 engagiert er sich zudem in der örtlichen Feuerwehr – mittlerweile als Ehrenmitglied.

Seit nunmehr 30 Jahren ist Günther Wagner aus Ulmen in unterschiedlichen kommunalen Parlamenten tätig. Seine Mandate führt er ununterbrochen, zeitaufwendig und überaus engagiert aus. Mit seiner kooperativen Art hat er sich nicht nur bei den Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch bei seinen Ratskollegen großes Vertrauen und hohe Anerkennung erworben. Seit 1989 ist er bereits Gemeinde- bzw. Stadtratsmitglied und seit 1994 zudem Mitglied im Verbandsgemeinderat Ulmen. Fünf Jahre lang war er Orts- bzw. Stadtbürgermeister von Ulmen. Seit elf Jahren ist er als ehrenamtlicher Richter (Schöffe) beim Amtsgericht Cochem tätig.

Teilweise wurden die Geehrten von ihren Familien zur Feierstunde begleitet. Weiterhin von den Bürgermeistern der jeweiligen Verbandsgemeinde oder deren Vertretern. Auch Landrat Manfred Schnur war vor Ort um die Glückwünsche des Landkreises Cochem-Zell persönlich zu übermitteln.

„Unsere Städte und Gemeinden stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen. Deshalb brauchen sie Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, sich diesen Herausforderungen zu stellen und sich in der Kommunalpolitik engagieren", unterstrich der Kreischef. „Alle ausgezeichneten Persönlichkeiten sind mit ihrem langjährigen Wirken auf jeden Fall Vorbilder für demokratisches Handeln und ehrenamtliches Engagement. Man kann sie auch als Leuchttürme für andere bezeichnen, denn sie leben vor, wie vielfältig und spannend kommunalpolitisches Wirken doch ist.
Gerade auch, wenn man in solch besonderer Weise mit der Heimat verbunden und verwurzelt ist, wie die Vorgenannten", so Landrat Schnur weiter.

Alle vier haben sich in uneigennütziger Weise in den Dienst der Allgemeinheit gestellt und sich mit beispielhaftem Engagement eingesetzt.