Extremwetterereignis führt im Norden von Rheinland-Pfalz zu massiven Beeinträchtigungen im Schienenverkehr

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Ahrtalstrecke weitgehend zerstört, Eifelstrecke nicht befahrbar, linke Rheinstrecke unterbrochen, Kaisersesch nicht mit Zug über Pellenzstrecke erreichbar, Fahrzeuge unter Wasser, Sperrungen Moselstrecke und Moselweinbahn aufgehoben

 

Das Hochwasser hat auch massive Auswirkungen auf den SPNV, die Fahrgäste werden um Verständnis für großräumige Einschränkungen gebeten. Aktuelle Informationen sind nach besten Möglichkeiten in den verschiedenen Online-Auskünften verfügbar. Unter Leitung des SPNV-Nord wurde ein Krisenstab mit DB Regio NRW, DB Regio Mitte,
National Express, Trans Regio, DB Netz und DB Station&Service eingerichtet.

Wir müssen gegenwärtig davon ausgehen, dass monatelang die Ahrstrecke und Eifelstrecke gesperrt sind. Die Perspektive der linken Rheinstrecke zwischen Koblenz und Köln ist unklar, da diese gegenwärtig unterbrochen ist. Ca. zehn Fahrzeuge sind bei
DB Regio NRW durch das Hochwasser auf Monate unbrauchbar.


Im Einzelnen:

  • Im Ahrtal sind mindestens sieben Eisenbahnbrücken und bis zu 20 km Streckengleis nicht mehr vorhanden. In Kreuzberg sind zwei Fahrzeuge der DB Regio NRW eingeschlossen. Der morgen eigentlich beginnende Neubau des Elektronischen Stellwerks (EStw) fällt aus, da weitgehend keine Infrastruktur mehr vorhanden ist. Ein Schienenersatzverkehr (SEV) ist nicht einrichtbar.
  • Die Eifelstrecke von (Trier -) Ehrang über Gerolstein bis Hürth (- Köln) ist komplett gesperrt, ein konkretes Lagebild der Schäden ist der DB noch nicht bekannt, die Strecke ist zur Zeit schlicht nicht erreichbar. Zu befürchten sind auch hier erhebliche Schäden. Bei DB Regio NRW sind mindestens acht Fahrzeuge eingeschlossen und z.B. in Gerolstein durch Hochwasser wohl technisch erheblich geschädigt. Aus den starken Regenfällen von 2016 ist bekannt, dass Fahrzeuge mit diesen Schäden monatelang ausfallen. Die morgen beginnenden Baumaßnahmen in Kordel und Daufenbach werden wohl stattfinden.
  • Durch das Hochwasser der Kyll wurde gestern die Moselstrecke in Ehrang unter-
    brochen, die Personenzüge endeten von Koblenz kommend in Schweich, dann SEV über die Autobahn nach Trier Hbf, wo auch wieder die Züge endeten. Seit Freitag ist die Streckensperrung wieder aufgehoben.
  • Im Zuge des Wanderns des Hochwassersscheitels der Mosel in Richtung Koblenz wurde am Freitag die Moselweinbahn nach Traben-Trarbach gesperrt.

Die Linke Rheinstrecke ist an zwei Stellen gesperrt:

Die Ahr geht in Sinzig unter der Eisenbahnbrücke durch, die vorsorglich gesperrt wurde, da die parallele B9-Brücke auf einer Seite eingestürzt ist. Seit Freitagnachmittag ist die Eisenbahn-Brücke erfreulicherweise, mit reduzierter Geschwindigkeit, wieder befahrbar.

Des Weiteren ist der ganze Knoten Bonn durch Überflutung des Stellwerks gesperrt. Wann RE 5 (National Express) und RB 26 (Trans Regio) wieder durch Bonn können, ist derzeit offen.

Die RE 5 ist deswegen zwischen Köln und Koblenz weitgehend eingestellt, einzelne Züge fahren je nach Verspätungslage in Nordrhein-Westfalen rechtsrheinisch bis Koblenz.
Die RB 48 (Wuppertal – Bonn) von National Express pendelt von Norden linksrheinisch nur bis Sechtem.

Die RB 26 pendelt nördlich von Bonn mit einer Dreifach-Traktion zwischen Köln-Deutz und Sechtem. Ein Drei-Teiler der Trans Regio steckt in Bonn Hbf. fest. Ein Fahrzeug ist zeitweilig in Remagen eingeschlossen gewesen.

Die RB 26 fährt südlich von Bonn seit heute zwischen Mainz und Brohl. Wie sich die Freigabe der Ahr-Eisenbahnbrücke in Sinzig auf die RB 26 auswirken wird, ist noch in Prüfung und es wird online darüber informiert werden. Möglicherweise kann schrittweise bis nach Bonn-Bad Godesberg gefahren werden.

Der SEV zwischen Brohl und Bonn ist heute wegen der Straßenschäden vorübergehend eingestellt worden. National Express hat zwischen Sechtem und Bonn Hbf einen SEV organisiert.


Gegenwärtig verkehren alle noch fahrenden Personen- und Güterzüge ausschließlich auf der rechten Rheinseite.

Die Pellenzstrecke ist auch westlich von Mayen gesperrt, so dass Kaisersesch nicht angefahren werden kann. Dort muss auch eine Brücke geprüft werden. Die ab nächste Woche geplante Baumaßnahme in Thür findet wohl wie geplant statt.

Die Reisezentren in Remagen, Bad Neuenahr, Gerolstein und Euskirchen sind stromlos und geschlossen. Zahlreiche Automaten sind durch Stromausfall oder unterbrochenes LAN gestört.


Ansprechpartner beim SPNV-Nord:

Thorsten Müller

Tel.: 0261/3029-1800

E-Mail: t.mueller@spnv-nord.de


Update: Bahnverkehr auf der Ahrtalbahn und Eifelstrecke weiterhin nicht möglich:

Die bislang vorliegenden Bilder aus dem Ahrtal und der Eifel zeigen ein unvorstellbares Bild der Zerstörung an der Schieneninfrastruktur durch das Extremwetterereignis in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021.

Das Hochwasser hat auch weiterhin erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr.
Die Fahrgäste werden um Verständnis für die Einschränkungen gebeten. Aktuelle Informationen sind am besten über die Online-Auskünfte erhältlich.


Hier ein kurzer Überblick der aktuellen Situation im Schienenverkehr im Norden von Rheinland-Pfalz:

  • Bis auf die Eifel- und Ahrstrecke sind alle anderen Strecken wieder befahrbar.
  • Die Eisenbahninfrastrukturunternehmen DB Netz DB und Station&Service sowie das Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio NRW nehmen diese Woche die Schäden an Infrastruktur und Fahrzeuge auf.
  • Bislang bekanntgewordene Bilder legen nahe, dass weite Teile beider Strecken komplett neu aufgebaut werden müssen. Betroffen sind in Rheinland-Pfalz bis zu 115 km Streckenlänge. Nach Einschätzung der DB sind es 600 km bundesweit.
  • Es sind ganz umfassende Erneuerungen der Eisenbahninfrastruktur (Oberbau, Brücken, Stützwände, Durchlässe, Bahnübergänge, Stellwerke etc.) erforderlich und außerdem zehn Bahnfahrzeuge betroffen.
  • Erfreulicherweise kann die RB 30 Ahrbrück – Bonn nun zwischen Remagen und Bonn pendeln.
  •  Im Ahrtal konnte mit vier Gelenkbussen ein Schienenersatzverkehr (SEV)
    zwischen Remagen und Ahrweiler eingerichtet werden. Weiteres ist derzeit nicht möglich.
  • In der Eifel konnte noch kein SEV eingerichtet werden. DB Regio NRW und SPNV-Nord suchen nach Lösungen.
  • Die Eisenbahnbrücke auf der linksrheinischen Strecke über die Ahr in Sinzig ist mit reduzierter Geschwindigkeit wieder nutzbar. Die Langsamfahrstelle führt zu Verspätungen im SPNV auf den Linien RE 5 (RRX) und RB 26 (MRB), die sich aber in Grenzen halten. Ab dem Wochenende soll die Brücke voraussichtlich wieder mit regulärer Geschwindigkeit befahren werden können.
  • Die linke Rheinseite ist seit Samstagabend auch in Bonn für den Personen- und Güterverkehr wieder nutzbar, so dass der RE 5 und RB 26 wieder durchgängig aber mit Verspätungen verkehren können.
  •  Im Kreis Altenkirchen im Nordosten von Rheinland-Pfalz kann der Rhein-Sieg-Express RE 9 wieder von Siegen über Betzdorf und Köln weiter nach Aachen
    fahren.
  • Die zwischenzeitlichen Einschränkungen auf der Moselstrecke (Koblenz – Trier),
    Pellenzbahn (Andernach – Kaisersesch) und Moselweinbahn (Bullay – Traben-Trarbach) sind aufgehoben.
  • Weiterhin tagt der seit Donnerstag (15. Juli) eingerichtete Krisenstabs zum
    Schienennahverkehr.
  • Perspektiven für einen Zugverkehr auf beiden Strecken sind derzeit nicht
    möglich.

Vielleicht kann die vom Unwetter verschonte Eifelquerbahn (Kaisersesch – Daun –
Gerolstein) ggf. zur Entlastung der Eifelstrecke beitragen. Konkret könnte dies darin bestehen, dass auf der Eifelstrecke eingeschlossene Fahrzeuge geborgen werden
können, die Werkstatt in Gerolstein wieder angefahren werden kann und Bauzüge nicht nur von Trier-Ehrang und Euskirchen, sondern auch über Andernach zum Einsatz
kommen könnten. Der SPNV-Nord hat DB Netz um Prüfung gebeten.

 
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